Samstag, 29. Oktober 2016

7. Wanderung: Machern bis Leipzig (Engelsdorf)



Bei dieser Tour wollte ich das erste Mal versuchen, 
weiter als sonst zu laufen.

Ich  hatte ja geplant, mich von der Strecke her so langsam zu steigern, 
also suchte ich mir die Strecke 
von Machern nach Engelsdorf aus, einem Ortsteil von Leipzig.

Vor den circa 15 km hatte ich ganz schön Respekt: 





Beschreibung

Wie so oft reiste ich dieses Mal wieder mit der S-Bahn an. Glücklicherweise geht ja die eine Linie von Leipzig aus fast direkt an der Via Regia entlang und man kann die meisten Orte leicht erreichen. 
Heute hatte ich meine neuen ASICS Schuhe an und war gespannt, wie ich damit klarkommen würde. Meine Trekkingstöcke hatte ich auch dabei. Und außerdem war das meine erste Tour mit meiner neuen, gut sitzenden Kompressionsbestrumpfung, die ich nach meiner Reha bekommen hatte.

Ich startete kurz vor 11 Uhr in Machern am Bahnhof. Machern ist ein sehr kleiner Ort, hat aber ein kleines Schloss mit einem Park. Nachdem ich dorthin einen kleinen Abstecher gemacht hatte - leider war niemand da - ging ich Richtung Kirche. Dort sah ich schon die erste Muschel, die mich stadtauswärts führte.


Der Weg war asphaltiert und stieg eine Weile ganz schön an. Danach ging es langsam bergab und ich erreichte einen Golfplatz, auf dem ich mir einen weiteren Stempel für meinen Pilgerausweis holen konnte. Auf dem Platz machte ich auch mein obligatorisches Selfie^^


Den Weg weiter folgend, kam ich in einen Wald. Ich liebe ja Wälder, aber an dem Tag wurden dort gerade Holzfällerarbeiten gemacht und ich konnte diesen Teil der Strecke nicht wirklich genießen. Außerdem begannen meine Füße langsam weh zu tun. Als ich das Waldstück circa zur Hälfte durchquert hatte, hielt ich es kaum noch in meinen Schuhen aus und beschloss, bei der nächsten Gelegenheit meine Schuhe zu wechseln. Ich hatte vorsichtshalber meine Sommerlaufschuhe von ADIDAS mitgenommen, die fröhlich hinten an meinem Rucksack baumelten 😄

Weil es an diesem Tag recht schlammig war, musste ich noch ein Stück gehen. Ungefähr 4 km nach meinem Start fand ich einen Bauwagen (mit Bienenvölkern) im Wald, auf dessen Deichsel ich meinen Rucksack abstellen und meine Schuhe wechseln konnte.

Oh Gott, war das eine Wohltat! Ihr glaubt gar nicht, 
wie froh ich war, dass ich meine Wechselschuhe dabei hatte!!!

Danach ging es mit meinen Füßen wieder besser voran. Ich trat aus dem Wald heraus und kam auf einen Feldweg. Dort war ganz schön was los. Mehrere Traktoren waren unterwegs und bearbeiteten dort die Erde. Der Weg war leider auch recht schlammig und durch die Fahrzeuge teilweise zerfahren. An der Stelle war ich das erste Mal an diesem Tag froh, meine Trekkingstöcke dabei zu haben. Nach ein paar hundert Metern erreichte ich ein Wäldchen zu meiner rechten Seite und sichtete die erste Bank auf meiner Wanderung. Nach etwas mehr als 5 km eine gute Stelle für eine erste längere Rast. Also machte ich es mir bequem, aß und trank in Ruhe etwas und machte mich nach 20-25 min wieder los. Das Wetter war auch nicht so toll, dass man längere Zeit draußen sitzen konnte.

Die folgende Strecke lief wegen vieler schlammiger Stellen nicht so gut. Dank Trekkingstöcke bin ich aber nicht gestürzt, was ohne sicherlich so 3 oder 4 Mal passiert wäre... Der Weg führte mich Richtung Cunnersdorf, einem kleinen verschlafenen Dorf, in dem die Forschungabteilung für den bekannten Chemiebetrieb "SKW Stickstoffwerke Piesteritz" ihren Sitz hat. Was mich aber an Cunnerdorf besonders erfreute, war die Pilgerfreundlichkeit. Denn ich fand kurz vorm Ortseingang einen Rastplatz (nicht nur für Pilger) und am Ortsausgang eine Bank mit der Aufschrift "Pilgers Rast".



Nachdem ich dort eine kleine Trink-Pause eingelegt hatte, verließ ich das Dorf und ging über ein paar befestigte Pfade und Feldwege weiter Richtung Panitzsch auf der Thomasallee. An einer Stelle kam ich an einem alten Baumstumpf vorbei, in dem Pilze wuchsen. Ein sehr interessanter Anblick, wie ich fand! Kurz bevor ich Panitzsch erreichte, klärte auch der Himmel ein wenig auf und ich konnte sogar ein bisschen Blau sehen :-)
Bei meiner Planung hatte ich gesehen, dass ich im Ort dann auch etwas Essen konnte. So kehrte ich im "Waldkater" ein, wo ich eine gute Stunde mein verspätetes Mittagessen genoss und mich ein wenig ausruhte. Nach nicht ganz 11 km tat das auch wirklich notwendig für mich!

Der restliche Weg war nicht sonderlich aufregend. Ich folgte der Muschel über die B6 und ging durch ein Wohngebiet (Borsdorf) mit schönen Gärten. Kurz vor Ortsende fand ich den bisher informativsten Hinweis auf den Jakobsweg.
Danach musste ich nur noch die A14 überqueren und sah schon den Ortseingang von Leipzig Engelsdorf. Zur S-Bahn-Haltestelle war es dann auch nicht mehr weit.


Resümee

  • Wechselschuhe - super Idee!
  • neue Kompressionsbestrumpfung zum Wandern - besser als ohne!
  • Trekkingstöcke - genial bei schlammigen Gelände!
  • Knie - ging so. Die Dämpfung der neuen Schuhe ist glaube weder für meine Füße, noch für meine Knie sonderlich gut.

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Via Regia 8 - Machern nach Engelsdorf


Freitag, 14. Oktober 2016

6. Wanderung: Freyburg bis Naumburg mit Hund

Bei meiner 6. Wanderung hatte ich eine tierische Begleitung bei mir!

 

Die kleine Chihuahua-Dame Babsi gehört einer Freundin von mir. 
Ich hatte sie zur Urlaubsbetreuung da, also musste sie mitkommen 😄
Und sie war echt nicht tot zu kriegen^^. 

Trotz der Strecke von 12,4 km 
war sie nach der Heimfahrt wieder so quirlig wie eh und je.
  

Beschreibung 

Da ich dieses Mal die kleine Hündin mit hatte, reisten wir mit dem Auto nach Naumburg an und fuhren dann mit dem Zug nach Freyburg um dann zurück nach Naumburg zu laufen.
Heute hatte ich das erste Mal meinen neuen VAUDE Rucksack dabei und war gespannt, was mein Rücken am Ende des Tages sagen würde :-)
Vom Freyburger Bahnhof gingen wir erst einmal Richtung Innenstadt. Dort läuft direkt an der Pfarrkirche St. Marien der Jakobsweg (Via Regia) entlang. Die Kirche wollte ich mir gern anschauen und mir dort einen Stempel für meinen Pilgerausweis holen. Leider war die Kirche geschlossen und ich schaute deshalb kurz in der Touristen-Information vorbei. Diese lag praktischerweise direkt um die Ecke.
Danach machte ich mich mit Babsi auf den Weg. Die Muschel war in der Freyburger Innenstadt recht leicht zu finden und so folgten wir ihr - zumeist bergab - zum Flußufer der Unstrut. 
Die Unstrut lag nun rechts von uns und auf der linken Seite sahen wir viele Weinberge. Aber auch viele Wiesen säumten unseren Weg. Außerdem kamen wir an einigen Weiden mit Pferden und Eseln vorbei.
Die Wege waren alle gut ausgebaut, aber leider zum größten Teil betoniert oder gepflastert. Das ist für mein kaputtes Knie leider immer Gift :-(

 Zur Mittagspause kehrte ich in einem kleinen Restaurant ein, das zum Landhotel GROBERs Reiterhof gehört. Danach folgten wir weiter den Jakobsweg in der Nähe der Unstrut am "Blütengrund" entlang. Kurze Zeit später überquerten wir mit einer Fähre die Unstrut, gingen an einem Campingplatz vorbei und kamen danach an ein paar interessant aussehenden Bäumen vorbei: Hier hatten Misteln gute Arbeit geleistet.

Am nächsten Wegweiser verharrte ich eine Weile, weil ich mir nicht sicher war, in welche Richtung ich gehen sollte. Vom Feldweg kommend, zeigte der Pfeil nach rechts, mein Wanderprogramm auf dem Tablet wollte mich nach links schicken. Manchmal kommt es vor, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, wie man laufen kann, deshalb vertraute ich der Muschel mit dem Pfeil.
.... und ging doch in die flasche Richtung.... 😡



Nach ein paar hundert Metern und keinem weiteren Hinweis, beschloss ich umzukehren. Auf diesem Weg fand ich dann auch schnell wieder die Muscheln an Bäumen und Laternen.
 
Es dauerte nicht lange und Babsi und ich erreichten die Stadtgrenze von Naumburg. Dort bummelten wir durch die Innenstadt zum Naumburger Dom. Leider war es schon zu spät ihn zu besichtigen, aber immerhin bekam ich einen Stempel für meinen Ausweis. Bestimmt werde ich das mal nachholen.
Nach einen kurzen Pause auf dem Domplatz liefer wir hinter dem Dom entlang bergab zum Bahnhof, wo ich mein Auto geparkt hatte. 
Mir taten ganz schön die Knie und die Beine weh! Babsi schlief auf der Heimfahrt die ganze Zeit im Auto.

 

 

Resümee

  • Mit Hund zu laufen, war eine Erfahrung wert. Es war schön, Gesellschaft zu haben, aber auch nervig immer aufpassen zu müssen, dass Babsi nichts passiert.
  • Mein neuer Rucksack ist definitiv besser als der von deuter. Das einzige, was mich wirklich an ihm nervt, ist dass ich nicht einfach an das große Innenfach komme. Man muss zuerst immer die beiden Schnallen und den Tunnelzug oben aufmachen... Aber Rücken geht vor. Also behalte ich ihn :-D

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Via Regia 7 - Freyburg nach Naumburg

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Neuer Rucksack die Zweite

Aua! Mein Rücken!

oder

Noch ein Satz mit X:

Für mich ist der Rucksack nix!


Mein neuer deuter Rucksack hat sich leider als Flopp herausgestellt.
Ich hatte ihn bei den letzten beiden Wanderungen und auch oft in der Freizeit auf; war sogar mehrmals damit Einkaufen. Aber egal, wie ich ihn einstellte... das Ergebnis waren immer Rückenschmerzen.
Vor circa 2 Wochen war ich deshalb mal bei ein paar Outdoor- und Taschenläden und habe mich auch beraten lassen.
Was dabei herauskam, hätte ich nie gedacht!
Mein Rücken ist ZU LANG für die kleinen Rucksäcke. Ich müsste mir einen mit mehr Volumen kaufen. Außerdem sind die Rucksäcke, die speziell für Frauen gemacht sind, auch nicht für mich geeignet, z.B. die SL-Linie von deuter. Das liegt schlicht und ergreifend an meinem Körperbau. 
Durch Zufall stellte ich fest, dass mir die Rucksäcke von VAUDE recht gut passten. Also versuche ich mal wieder mein Glück mit EBAY und Co und ersteigerte letzten Sonntag eher spontan einen VAUDE BRENTA 30, den ich beim nächsten Mal gleich ausprobieren werde!
Ich werde bestimmt irgendwann diese Woche noch Wandern gehen! 



Sonntag, 2. Oktober 2016

5. Wanderung: Rundweg Gotha

Von Mitte September bis Mitte Oktober war ich wegen meinen Lipödemen zu einer lymphologischen Reha in Tabarz (Thüringen). Die Umgebung dort ist sehr schön und so nutzte ich eines der Wochenenden, um ein Stück auf der "Via Regia" zu laufen, die dort auch in der Nähe vorbei geht.
Leider hatte ich das Problem, dass dort die Busse an den Wochenenden nicht fuhren. Deshalb musste ich mir einen Rundweg aussuchen: 

Die nicht ganz 10 km führten mich von Gothas Innenstadt durch Kleingärten, Wald und Wiesen Richtung Krahnberg/Kriegberg hin, - und über den "Bürgerturm" wieder zurück nach Gotha hinein.




 

Meine Wahl fiel auf einen Wegeabschnitt bei Gotha. 




An diesem Tag entstand auch mein liebstes Foto, das ich auf meinen Wanderungen von mir machte.

  Beschreibung

Wetter: 12-14 °C, sonnig, ziemlich windig

Ich fuhr gegen Mittag mit dem Auto Richtung Gotha. Dort parkte ich in der Innenstadt in der Nähe des Boulevards. Da ich schon einmal in Gotha war, wusste ich auch, wo dort der Jakobsweg "Via Regia" lang führte. Gegen Mittag schlenderte ich dann durch die Innenstadt an der Margarethenkirche und am Rathaus vorbei. Die Ausschilderung mit der Muschel war recht gut. Der Weg führte schnell stadtauswärts: Zuerst auf der Hauptstraße (Eisenacher Straße) und dann durch eine parkähnliche Anlage. Daraufhin stieg das Gelände ziemlich rasch an. Ich lief durch ein Wohngebiet und dann durch eine Kleingartenanlage. Der Weg stieg fast die ganze Zeit an, während ich auch an Wiesen und Feldern vorbeiging. Während einer kurzen Trinkpause auf einer Parkbank konnte ich den Ausblick auf Gotha genießen. 
Das Wetter war schön sonnig und ziemlich windig. Ich komme beim Laufen nähmlich immer ganz schön ins Schwitzen und die natürliche Kühlung empfand ich als sehr angehm.

Als ich an einer ehemaligen Obstplantage vorbei lief und danach in den Wald einbog, verließ ich den Jakobsweg. Hier waren die Wege meist sehr schlecht ausgebaut: Manchmal war der Weg zugewuchert, sehr schmal oder von Wassergräben durchzogen. Irgendwann ging es dann auch wieder bergab und manchmal hatte ich Probleme mit schlammigen Stellen.  Da war ich doppelt froh, dass ich meine Trekkingstöcke dabei hatte. Als ich aus dem unwegsamen Waldstück heraustrat, war ich erleichtert.

Da konnte ich dann auch den "Bürgerturm" sehen. Bei meiner Recherche hatte ich herausgefunden, dass in der Nähe des Pilgerweges dieser Aussichtsturm steht. Nach oben habe ich mich (trotz meiner leichten Höhenangst) auch getraut. Die tolle Aussicht musste ich einfach genießen! Wieder unten machte ich eine kurze Rast, um etwas zu Essen und auch um meine wackeligen Beine (Höhenangst^^) zu beruhigen. Danach ging ich durch den Bürgergarten wieder Richtung Gotha. 
Immer leicht bergab laufend, kam ich durch lichten Wald mit kleinen Wiesen, einem Spielplatz und einem Pavillion vorbei. Besonders interessant fand ich einen Teil des Weges, wo zwei Wege nebeneinander verliefen mit einer Baumreihe dazwischen. So etwas hatte ich auch noch nicht gesehen :-)

Dann ging es wieder nach Gotha hinein. An der Kreuzung Sonneborner und Eisenacher Straße kam ich wieder auf den Weg, den ich gekommen war. 

Als ich gerade über den Markt zu meinem Parkplatz lief, traf ich dann noch eine andere Pilgerin. Sie hieß Ina und fragte mich nach dem Weg zur Herberge. Wir haben uns gut unterhalten und ich habe sie dann kurzerhand zur Pilgerherberge gefahren. Ina war sehr dankbar darüber und die Herberge lag praktischerweise auch fast auf meinem Rückweg. Der kleine Umweg war kaum erwähnenswert. Das Erlebnis halte ich immer noch in guter Erinnerung.
 

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Dienstag, 6. September 2016

Probe-Tour mit Jogger durch Merseburg

Mit diesen schweren Lipödem-Beinen laufen und dann auch noch ein kaputtes Knie haben, ist nicht so vorteilhaft... Vor allem, wenn man einen schweren Rucksack zu tragen hat.

Dieses größere Problem musste ich wirklich lösen, 
wenn ich mal nach Santiago de Compostela pilgern wollte...



Nachdem ich folgendes Video gesehen hatte, in dem ein junger Mann mit seinem Hund und seiner Katze und so einem Fahrradanhänger (Jogger) Pilgern gegangen ist, wollte ich das auch gerne ausprobieren. Die Idee fand ich nämlich ziemlich gut.
Facebook on Friday, December 5, 2014

Also lieh ich mir den Jogger von meiner Freundin Stephanie aus. Sie hat übrigens auch einen Blog namens Dingos Freunde, kann super Malen und besitzt drei super süße Hunde ❤

Einen Tag später machte ich dann mit ihrem Jogger eine kurze Probetour durch Merseburg zum Dom, über den Gotthard Teich und zurück.

Beschreibung

Obwohl ich bei meiner ersten Wanderung in Merseburg startete, hatte ich mir nicht den berühmten Dom angeschaut. Bei dieser Probe-Tour wollte ich gleich die Möglichkeit nutzen um das nachzuholen. Dafür musste ich, nachdem ich mit der Tram nach Merseburg gefahren war, aber erst einmal einen kleinen Berg "erklimmen". Mit dem Anhänger und dem Kopfsteinpflaster dort gar nicht so einfach...
Aber ich wurde belohnt: Der Merseburger Dom ist wirklich schön und empfehlenswert. Als Pilgerin durfte ich ihn mir kostenlos anschauen und bekam auch meinen 2. Stempel in meinem Pilgerausweis.
Danach bin ich Richtung Gotthardteich gelaufen und nach einer kurzen Pause wieder zurück zur Haltestelle der Tram.

Resümee 

Obwohl ich nur 2,5 km gelaufen war, war ich danach ziemlich erschöpft. 
So ein Jogger ist wohl nicht das richtige für mich... So war es doch zu anstrengend für mich! Ich werde wohl weiter nach einer Lösung suchen müssen.




Album

Via Regia - Probetour Merseburg

Samstag, 16. Juli 2016

4. Wanderung bei Wernershöhe

Während eines Seminar-Wochenendes in der Jugendherberge Wernershöhe hatte ich Zeit für eine Mini-Wanderung (Runde) auf der "Via Scandinavica" ab der Jugendherberge und zurück.
 

Ich hatte Lust auf Wald  ❤

Meine spontane Wanderung - oder eher Spaziergang^^ ging über circa 4km durch den Wald.

Album
Via Scandinavica: Wernershöhe 

Hier noch eine Karte der "Via Scandinavica": 


Donnerstag, 9. Juni 2016

3. Wanderung: Pettstädt nach Freyburg

Das waren rund 12 km der  "Via Regia" (Deutscher Jakobsweg)

Beschreibung

Auf diese Wanderung freute ich mich besonders. Ich liebe ja Wälder und diese Strecke führt ein längeres Stück direkt durch den Wald bei Freyburg.
An diesem Tag hatte ich außerdem das erste Mal Trekkingstöcke dabei. Denn bei den anderen Wanderungen waren mir immer die Finger angeschwollen. Ich war gespannt, ob die Stöcke helfen würden.

Ich reiste mit Bahn und Bus in das kleine Dorf Pettstädt an. Die Haltestelle liegt zentral im Ort, in der Nähe von einer Pension mit Ferienwohnungen, in der auch Pilger einkehren können, wie ich später erfuhr.
Der Muschel aus dem Zentrum folgend, musste ich als erstes einen langgezogenen Hügel erklimmen. Puh! Dabei ging mein Puls ganz schön hoch 😅
Oben angekommen, trat ich auf einen Feldweg, der die meiste Zeit geradeaus an Wiesen und Feldern vorbeiführte. An den Bäumen und Telefonmasten am Wegesrand sah ich öfter die Muschel. Der Weg ging an vielen Stellen an Obstbäumen oder - nicht ganz so schön - an Windrädern vorbei. Die Obstbäume trugen teilweise schon Früchte. Meistens waren es Kirsch- oder Mirabellenbäume. Ich sah aber auch Haselnusssträucher. 
Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt nicht besonders schön. Der Himmel war grau und einige Regenwolken zogen auch vorbei. Eine Weile ging ich im Nieselregen.
Dann erreichte ich den ersten Waldrand mit einem Wegweiser. An der Stelle musste ich noch einmal ein kurzes Stück zurück, weil ich mein Handy irgendwo kurz vorher verloren hatte. Gott sei Dank fand ich es an der Stelle, an der ich es vermutete. Der Weg führte eine Weile am Waldrand entlang. Als ich dort, wo der Weg in den Wald führte, auch einen Rastplatz entdeckte, beschloss ich, dort eine kleine Pause zu machen. Außerdem stand dort ein Schild, das dort einmal die alte Napoleon Eiche stand, die leider 2002 abbrannte.
Nach dieser kleinen lehrreichen Pause, ging ich durch den vor mir liegenden Wald. Dieses Waldstück war eher licht und immer wieder durchbrochen von kleinen Lichtungen und größeren Wiesen. 

Auf dieser Strecke entstand eines der schönsten Fotos, die ich auf meinen Wanderungen bisher gemacht habe. Ein Bild von einer wilden Blumenwiese mit viel Mohn und Gräsern ❤❤❤
Mittlerweile war auch das Wetter besser geworden und ich wollte diesen Ort eigentlich gar nicht mehr verlassen.

Aber ich musste weiter und so schlenderte ich langsam, die Sonne genießend, über dieses schöne Fleckchen Erde. Kurz darauf musste ich eine Bundesstraße überqueren, um dann wieder in ein Waldstück zu gelangen.
Hier entstand auch das Foto, dass ihr als Hintergrund auf mein Blog seht:
Der Wald war aber auch wirklich schön. Ich hörte überall Vögel und sah auch ein paar Eichhörnchen. Nach einer Weile bemerkte ich eine Lichtung auf der rechten Seite. Ich schaute was das wohl sein könnte, und stellte fest, dass mitten im Wald eine kleine Kirche stand. Bzw. keine Kirche, sondern ein paar Bänke und ein Rednerpult mit einem Kreuz im Hintergrund. 
Ein heiliger Ort mitten im Wald! So etwas hatte ich auch noch nicht gesehen. Aber trotzdem erinnerte es mich an meiner Reha 2013, bei der ich mal an einem Sonntag an einem Gottesdienst am See, unter einem großen Baum, teilgenommen hatte.
Ich rastete kurz auf einer der Bänke und genoss die Atmosphäre, die dieser Ort ausstrahlte. Dabei grübelte ich darüber, warum es diesen Ort gab...Also warum hier? Im Wald? Fast im nirgendwo? Ich hatte auf meiner Wanderung bisher nur in Pettstädt und einmal im Wald jemanden gesehen. 
Eine Antwort fand ich eine Weile später, denn nach ein paar hundert Metern endete der Wald. Dort an der Stelle stand ein Wetterhäuschen mit dem Hinweis, dass dies ein Friedwald sei. Das erklärte natürlich alles. Mich faszinierte die Idee, sich hier im Wald bestatten zu lassen. Später erkannte ich, dass dies tatsächlich auch für mich der perfekte Ort für meine letzte Ruhe sein könnte.
Vom Waldrand aus konnte ich schon die Ausläufer von Freyburg erkennen. Die Muschel musste ich ein bisschen suchen. Nach einer Weile kam ich zu einer Kreuzung, an der der Jakobsweg geradeaus verlief, aber nach links zum Schloss Neuenburg. Bei meiner Vorbereitung hatte ich schon damit geliebäugelt, mir das Schloss auszusehen. Es sollte dort sehr schön sein und der Ausblick über das Tal phänomenal. Also verließ ich den Jakobsweg an dieser Stelle und lief zum Schloss. Dort angekommen, gönnte ich mir ein Eis (es war ganz schön warm geworden) und ruhte mich  eine Weile auf einer Bank aus. Außerdem konnte ich hier den ersten Stempel auf meinem Pilgerausweis verbuchen 😁
Ich stand eine Weile an der Brüstung am Schloss und bewunderte die Aussicht, die wirklich grandios war. Man konnte wunderbar weit schauen! Ich trennte mich von der Aussicht und begann den Abstieg hinunter nach Freyburg. Auf einem holprigen Fußweg, teilweise mit Treppen, stieg ich in Serpentinen langsam die ca 200 Höhenmeter hinunter. Mein Knie meldete sich ziemlich schnell und ich war froh, die Trekkingstöcke zum abstützen nutzen zu können!
Unten angekommen, war ich sehr erleichtert! Mein kaputtes Knie tat ziemlich doll weh. Meine Füße so langsam auch. Ich war dankbar, dass ich es nicht mehr allzu weit hatte. Ich kam in den Ort, folgte einer ziemlich verlassenen Straße mit fiesem Kopfsteinpflaster und stand plötzlich wieder auf der Hauptstraße, die durch Freyburg führt. Erleichtert legte ich die restliche Strecke zum Bahnhof zurück.

Album

Via Regia 3 - Pettstädt nach Freyburg

Donnerstag, 26. Mai 2016

2. Wanderung: Großkayna bis Pettstädt

Das sind  ca. 8,5 km der "Via Regia" (Deutscher Jakobsweg). Meine Freundin Andrea hat mich begleitet.

Beschreibung

Füße ausstrecken
Wetter: ca 21°C, leicht schwül, Sonne

Andrea und ich starteten kurz vor 9 Uhr in Großkayna. Vorher waren wir mit dem Bus bis ins Dorf gefahren. Danach gingen wir Richtung Großkaynaer See, Andersen Ufer uns unser Weg eine Zeitlang entlang führte. Teilweise hatten wir tolle Ausblicke über den See und in die Gegend. Dann gingen wir über befestigte Wege an Wiesen und Feldern vorbei. Oft hatten wir auch Baumreihen am Wegesrand. Nachdem wir die Straße L180 überquert hatten, machten wir eine längere Pause. Ich hatte dieses Mal eine Rettungsdecke mitgenommen, damit wir uns zwischendurch auch mal hinsetzen konnten. Das war während der Rast auf der Wiese an dieser Stelle wirklich praktisch, weil wir keine kalten Hintern bekamen.

Danach liefen wird zwischen Rossbach und Lunstädt entlang und durchquerten dabei ein Wohngebiet. Es ging kurze Zeit bergauf und dann konnten wir schon Pettstädt sehen, ein klitzekleines Dorf, dass sogar eine Pilgerherberge hat, wie ich später herausfand.
Durch das schnelle Tempo, dass ich durch Andrea mitgelaufen bin, aber auch, weil der Großteil der Wege gepflastert oder asphaltiert war, war ich nach der Wanderung sehr geschafft. Es war aber auch recht warm an diesem Tag.
Resümee 
  • Schnelles Wandern bringt mir keinen Genuss. Ich kann es nicht genießen.
  • Bei der Wärme habe ich ganz schön transpiriert. Deshalb werde ich das nächste Mal kleines Handtuch mitnehmen.
  • Die Idee mit der Rettungsdecke war super. Sie kommt jetzt auf die feste Packliste.

Album

Via Regia: Großkayna - Pettstädt

Mittwoch, 4. Mai 2016

Neuer Rucksack die Erste

Ein neuer Rucksack muss her!

Nach meiner letzten  Wanderung hab ich gemerkt, dass mein Rucksack so langsam kaputt geht. 

Es war ein recht pratischer Funktionsrucksack von Lidl mit Netzteil am Rücken und so circa 25l Fassungsvermögen. Ich hatte ihn ein paar Monate für Uni und Alltag genutzt und nun guckt aber an der einen Ecke leider das Aluminiumgestell heraus und ich habe ihn auch schon an ein paar Stellen nähen müssen. Ich denke, er hat seinen Dienst getan und wird jetzt im Mülleimer landen.

Der nächste Rucksack sollte ein besserer werden. Ich habe die letzten Tage mal ein wenig geschaut und beschlossen, mir einen gebrauchten Markenrucksack zu kaufen. Er sollte so um die 30l haben. Außerdem auch wieder ein Netzteil an Rücken für die Luftzirkulation, weil ich ja beim Laufen gern mal am Rücken schwitze.

Meine Wahl fiel auf einen deuter FUTURA 28, den ich recht günstig und fast neu über ein Kleinanzeigenprotal erwerben konnte.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie gut ich mit ihm klarkomme :-)

Samstag, 30. April 2016

1. Wanderung: Merseburg nach Großkayna

Oh, wie aufgeregt ich war!

Nun hatte ich mich also entschlossen, meine erste Wanderung zu wagen. Es sollte von Merseburg auf der "Via Regia" losgehen. Vorsichtshalber hatte ich genau nachgeschaut, an welchen Stellen es Haltestellen oder Bahnhöfe im Öffentlichen Nahverkehr am Weg oder in der Nähe gab. Ich hatte also mehrere Optionen für mein Ziel: Das waren Beuna (etwas abseits), Frankleben oder Großkayna.
Überraschenderweise habe ich bei meiner ersten Wanderung tatsächlich die längste ausgesuchte Strecke bis nach Großkayna mit circa 12km geschafft!

Und das, obwohl ich auf circa der halben Strecke umgeknickt bin und eine kleinere - äh, größere^^ - Zwangspause einlegen musste: AUTSCH!

Beschreibung

Tag: Samstag, den 30.4 2016
Wetter: 9-14°C,trocken und sonnig
Weg am Gotthardteich
Ich startete gegen 11 Uhr in Merseburg am Bahnhof. Nach leichten Orientierungsproblemen ging ich Richtung Süden und erreichte schnell den Park am hinteren Gotthardteich. Ich überquerte eine Holzbrücke und folgte den Weg am Teich entlang - durch den Halbschatten der Bäume; dann weiter an der Geisel (Bach) entlang. Neben Schwänen und Enten sah und hörte ich viele Vögel. Nach einer Weile gabelt sich der Weg kurz nach einer kleinen Brücke über die Geisel, die hinüber zu einem Spielplatz führte. 

Dort fand ich endlich das erste Zeichen der hiesigen "Via Regia" an einem Baum: die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund und vor zwei gekreuzten Stäben. Nun konnte ich endlich "der Muschel folgen"...


Die erste Muschel!





Mich nach links wendend, erreichte ich die Überquerung der B91 (Ampel) und betrat den Südpark. Hier war der Weg sehr gut ausgeschildert. Ich lief an Wildtiergehegen, Vogelvolieren und Schafweiden vorbei. Hier traf ich auch noch einige Leute, die den schönen Frühlingstag im Park verbrachten, besonders viele Familien. Die Wiesen waren voller Blumen 🌼  


Im Südpark
Am Ende des Südpark musste ich auf meine Karte schauen, da die Ausschilderung fehlte. Ich bog rechts ab - eine kleine Böschung hinunter und über eine kleine Brücke. Dahinter fand ich wieder eine Muschel, die mich nach links auf einen Pfad entlang des Klyegrabens verwies. Nach ein wenig Unsicherheit, wo es dann nun weitergeht, folgte ich dem Pfad in südwestlicher Richtung. An einer Abzweigung fand ich auch die Muschel, war mir aber zuerst nicht sicher welche Richtung sie wies. Ich bog rechts ab und stellte eine Weile später fest, dass ich richtig lag! Der Pfad führte kurz auf die Rudolf-Bahro-Straße und zweigte dann wieder links in den Wald ab. 
Langsam folgte ich dem Pfad, der mir diese letzte Muschel gewiesen hatte, lief durch lichter werdenden Wald und kam auf schmalem Pfad zu einer schönen Lichtung. Gegen 12:30 Uhr machte ich dort eine Mittagspause. Währenddessen beobachtete ich Insekten und lauschte den Vögeln. Es war so schön warm und sonnig, dass ich vorsichtshalber Sonnenschutz auftrug. 
Kurze Zeit später überquerte ich die Landstraße, die nach Zscherben verläuft. Die Muschel wies mir den Weg zu einem gut ausgebauten Feldweg. Neben ein paar Radfahrern traf ich auch auf zwei Traktoren. Dieses Stück war vier belebter, als die Wege am Klyegraben, wo ich niemandem begegnete. Der Straße nach Südwesten folgend, sah ich ein paar große Bäume in voller Blüte und genoss den Weitblick ringsum auf die Dörfer. 
Nachdem ich an einem landwirtschaftlichen Betrieb vorbei gelaufen war, folgte ich dem Weg weiter über eine Kreuzung. Auf der linken Seite entdeckte ich einige Pferde. 
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Autsch!
Nachdem ich dort ein bisschen am Koppelzaun geschaut hatte und weiterlaufen wollte, passierte es: Ich knickte mit meinen rechten Fuß an der Böschung um! Es folgte eine Zwangspause am Feldrand. Gut, dass ich Mobilat dabei hatte! Nachdem ich mir dann doch eine Schmerztablette gegönnt hatte, ging es weiter. 
Ich entschloss mich dazu, erst einmal bis Frankleben zu laufen, wo es einen Bahnhof und Bushaltestellen gibt. Und dann dort zu entscheiden, ob ich noch weiter gehe oder nicht. Ich überquerte die Autobahn A38 und bog danach links nach Reipisch ein: ein kleines Dorf mit ganz vielen Hühnern, Gänsen und so weiter. Auch ein paar Ponys habe ich gesehen. Was mich aber an diesen Örtchen besonders überraschte, war, dass ich von einem Mann angesprochen wurde. Er fragte mich ob ich auf dem Pilgerweg sei und bot mir eine Rast und etwas zu trinken an. Ich müsste nur im Gemeindehaus vorbeischauen, sagte er. Ich fand das wirklich lieb, lehnte aber dankend ab, weil ich ja erst kurz vorher gerastet hatte. 
Später fragte ich mich, ob es so offensichtlich war, dass ich als Pilger unterwegs war. 
In der Gartenanlage bei Frankleben
Nachdem ich im Ort rechts herum Richtung Frankleben abbog, und einen kurzen Feldweg folgte, führte mich die Muschel links in eine Kleingartensparte. Der Weg führte mich wieder zurück zur Geisel, die dann links von mir lag. Am Ende der Kleingärten traf ich auf eine kleine Gruppe Reiter, mit denen ich ein kleines Stückchen lief. Immer gerade aus dem Pfad folgend, hatte ich ein wenig Probleme, eine Muschel zu finden. 
Und dann fand ich mich unverhofft auf einem Reiterhof wieder. Ein wenig verwirrt, suchte ich direkt den Ausgang und als ich durch das Tor trat, sah ich auch auf der anderen Straßenseite wieder einen Wegweiser. 
Im Ort war einiges los! Dank des guten Wetters und der Eisdiele schien halb Frankleben auf den Beinen zu sein! Ich machte dort auch eine kleine Rast und gönnte mir zwei Kugeln Eis, die sehr lecker waren. Dabei entlastete ich meinen Fuß ein bisschen. Er machte mir doch weniger Probleme, als ich dachte und ich beschloss deshalb, das letzte Stück bis Großkayna zu laufen. 
Von dort aus waren es nur etwas mehr als 3 km, von meinem Unfallort waren es jedoch schon 5,5 km. 
Auf dem folgenden Weg von Frankleben nach Großkayna überquerte ich eine Eisenbahnbrücke, von der ich einen tollen Ausblick auf den Runstedter See hatte. An der Landstraße L178 bog ich nach der Ampel rechts ab und folgte dem Weg in der Nähe des Sees entlang. Kurz vor Großkayna verließ ich den Jakobsweg und lief bis zur Haltestelle, von wo aus ich mich mit dem Bus auf den Heimweg machte. Es war so circa 16:30 Uhr. 
Zu Hause angekommen, war ich sehr geschafft, aber stolz auf die gelaufenen 12 Kilometer. Ich bin komplett in Kompression gelaufen, was wohl auch gut war!
Resümee meiner ersten Tour
Ich muss meine Packliste noch ein bisschen ausbauen. Das nächste Mal werde ich eine Elastikbinde mitnehmen, falls ich noch mal umknicke. Außerdem eine kleine Tüte für Müll und Blasenpflaster.
Was mich überraschte war, dass die 12 km für mich absolut machbar waren. Ich habe sehr die Stille und die Menschenleere genossen, während ich auf dem Weg war.


Album



Via Regia: Merseburg - Großkayna