Dienstag, 8. Januar 2019

Heilungsbericht Nr #2 der Arm-Liposuktion

Wie zum Jahreswechsel versprochen, berichte ich euch nun vom Heilungsverlauf meiner Arme.
Die Arm-Liposuktion war am 17.09.2018 und es wurden fast acht Liter krankhaftes Fett entfernt.

Meine anderen Beiträge zu den Armen findet ihr hier:
Das Gewebe mit der Pflasterallergie ist ohne Narben verheilt. Wie ich schon im ersten Heilungsbericht schrieb, sah es nur schlimmer aus, als es war. Nachdem ich die Pflaster weglassen konnte, heilte es innerhalb kurzer Zeit ab. Manchmal juckte zwar die Haut, aber das kannte ich auch schon von anderen operierten Stellen.

Ich hatte ja außerdem Wassereinlagerungen und verhärtete Stellen.
Der rechte Arm war von Anfang an super, aber dafür machte mir der linke Arm ganz schön Kopfzerbrechen:
Ich hatte links mehrere große harte Knubbel und eine tiefe Falte, um die herum das Gewebe sehr hart war.

Die Wassereinlagerungen sind etwas besser geworden seitdem ich eine neue Flachstrick-Versorgung habe und die auch regelmäßig trage. (Das tue ich mittlerweile tatsächlich regelmäßig!)
Leider hat es dieses Mal sehr lange gedauert bis ich meinen Bolero endlich hatte. Von der Abgabe des Rezeptes bis zur Abholung im Sanitätshaus waren es (nachgerechnet!) 32 Tage, also fast fünf Wochen! Und dabei brauchte ich sie ja dieses Mal so dringend, weil mein OP-Mieder ja schon nach zwei Wochen zu groß war und Falten schlug.

Die Verhärtungen habe ich dank Kompressionsbolero und täglicher Massage gut in den Griff bekommen. Auf der linken Seite hatte ich wie gesagt mehrere große harte Knubbel und eine tiefe Falte, um die herum das Gewebe sehr hart war. Schon ein paar Tage nach der Operation stellte ich fest, dass ich diese Verhärtungen durch Massage (wie bei der Lymphdrainage mit Anlymphen) zumindest zeitweise weich bekommen konnte. Neben meiner Lymphdrainage, zu der ich ja zwei Mal die Woche gehe, massierte ich also jeden Tag meinen linken Oberarm - besonders an den verhärteten Stellen. Es dauerte zwar, aber mittlerweile sind die Verhärtungen und die tiefe Falte fast weg. 

Geblieben sind noch einige "Unebenheiten". Ich nehme mal an, dass das bei der nächsten Arm-Operation korrigiert wird, da dort auch noch viel Lipödem-Fett vorhanden ist. Bei der zweiten Arm-Operation sollen die Oberarme korrigiert und die Unterarme komplett gemacht werden.

10 Tage post OP
  
30 Tage post OP


96 Tage post OP

Hier noch ein paar vorher/nachher Fotos:

vor OP


6 Tage post OP


6 Tage post OP mit Mieder


32 Tage post OP


32 Tage post OP mit Mieder


104 Tage (3,5 Monate) post OP


111 Tage (fast 4 Monate) post OP mit Kompressions-bolero




Die Falten im Kompressionsbolero hier in der Rückansicht sind übrigens normal. Das liegt an der Armhaltung. Hat man die Arme unten, ist der Stoff glatt.

Im Mieder oder Bolero finde ich meine Arme schon ziemlich gut, aber ohne - tja - da komme ich wohl um eine Straffung nicht herum. Aber das ist okay, weil ich es eigentlich schon vorher wusste.

Schmerzen habe ich übrigens so gut wie keine mehr. Manchmal ist es noch etwas unangenehm. Zum Beispiel, wenn ich mich auf den linken Arm stütze, aber ansonsten ist alles in Ordnung.

Habt ihr ansonsten noch Fragen? Dann meldet euch gern hier oder über Facebook.

Liebe Grüße,
Nadine

Montag, 31. Dezember 2018

Dritte Liposuktion: Beine hinten - und Heilungsbericht


Am Abend nach der Operation
Hallo meine Lieben,

ich bin jetzt einige Tage post Op von meiner dritten Lipödem Operation und möchte euch natürlich wieder darüber berichten.

Im Vorfeld dieser Liposuktion musste ich mir ein paar Gedanken machen, weil mein bisheriger Chirurg Dr. Engel das Klinikum Kassel verlassen hatte.
Dass Dr. Engel gehen würde, wurde schon einige Wochen vorher gemunkelt und mir bei meinem Nachsorgetermin zu meiner Arm-Op (Heilungsbericht Nr #1 der Arm-Liposuktion mit Nachsorge, Heilungsbericht Nr #2 der Arm-Liposuktion) auch von ihm persönlich bestätigt. Jedoch wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wann genau er Kassel verlassen würde. Die folgenden Operationen würden dann von Herrn Dr. Evertz durchgeführt werden.
Ich war traurig darüber und überlegte viel, ob ich zu Dr. Evertz wechseln sollte oder (falls möglich) mit Dr. Engel „mitreisen“ würde und dann eben eine längere Anreise in Kauf nehmen sollte. Als ich dann allerdings erfuhr, dass er in die Schweiz gehen wird, entschloss ich mich, erst einmal in Kassel zu bleiben und mir den Herrn Dr. Evertz erst einmal näher anzuschauen. Beim Vorgespräch zur dritten Liposuktion war ich zufrieden und ließ mich dann am 19.12.2018 von ihm operieren.

Geplant war übrigens eigentlich der 10.12.2018, aber meine Operation wurde wegen einer anderen dringenderen Operation verschoben. Ich hatte Glück, dass so zeitnah noch etwas frei war, auch wenn ich es nicht so gut fand, so kurz vor Weihnachten noch ins Krankenhaus zu müssen. Man versprach mir immerhin, dass ich Weihnachten wieder raus sein würde.

Dieses Mal wurden meine Oberschenkel hinten, innen und außen und ein wenig der Po und meine Unterschenkel hinten operiert. Es wurden genau sieben Liter abgesaugt.
Am Morgen der Liposuktion wurde ich von Dr. Evertz angezeichnet. Dieses Mal kam ich auch früh morgens dran. Alles ging so schnell, dass ich nicht einmal mehr eine Beruhigungstablette bekommen konnte. Ich glaube, ich habe es hier noch nicht erwähnt, aber ich hasse es, wenn man mir einen Venenzugang legen oder Blut abnehmen muss. Meine Adern sind nämlich kleine Arschlöcher und deshalb muss man bei mir meist an die Hände gehen und das ist wirklich schmerzhaft! Jedenfalls hätte ich nach der letzten Op und den viel zu vielen Nadel-Versuchen gerne dieses mal eine LMaA-Tablette (=“Leck-mich-am-Arsch“) zur Beruhigung bekommen. Dafür war es leider zu spät. Als ich dann aber der Krankenschwester, die mir mein OP-Hemdchen brachte davon erzählte, bot sie mir ein Salben-Pflaster mit Betäubungssalbe für die Hände an, die ich gern annahm. Die sind zwar eigentlich für Kinder, aber erstens war ich ja auf der Kinderstation (das ist in Kassel so bei den Lip-Mädels) und außerdem war es besser als nichts. Also, warum es sich nicht möglichst angenehm machen? Nur ein paar Minuten, nachdem die Schwester mit diese Salbenpflaster aufgeklebt hatte, kam der Pfleger, der mich in Richtung OP-Vorbereitung schob.
Die Ärztin, die mir den Venen-Zugang legte, warnte ich wegen meiner Arschloch-Venen vor. Auch wenn das Prozedere (mal wieder) sehr weh tat, traf sie immerhin direkt beim ersten Versuch! Ob die Salbe wirkte, kann ich nicht genau sagen. Es ging alles so schnell und die Schwester mit der Salbe sagte vorher auch, dass man die normalerweise so 20-30 Minuten wirken lässt. Ich weiß nicht, wie viel Zeit bis dahin vergangen war.
Während die weitere OP-Vorbereitung lief, entdeckte ich, dass der OP-Tisch dieses Mal recht eigenartig aussah: Dort lagen mehrere Blöcke aus Schaumstoff oder ähnlichem Material. Eine der Anwesenden bemerkte meinen Blick und erklärte lächelnd: „Wir drehen Sie auf den Bauch, wenn Sie schlafen. Deshalb die Blöcke. Der Doktor will ja heute Ihre Rückseite operieren und muss da ja irgendwie rankommen.“. Mein letzter Gedanke drehte sich noch darum, wie genau das gehen könnte, aber dann bekam ich auch schon das Anästhetikum und war weg…
Ich wurde ziemlich genau um 13:00 Uhr wieder wach und gegen 14:30 Uhr aufs Patientenzimmer zurückgebracht. Beim Anästhesistengespräch hatte ich dieses Mal schon im Vorfeld gesagt, dass ich direkt nach der Operation und noch maximal 24 Stunden danach immer etwas mehr Schmerzmittel benötige und dass die Schmerzmittel die letzten Male nicht so gut gewirkt haben. Ich würde ein anderes bekommen, wurde mir gesagt und als ich aufwachte, bemerkte ich das auch sofort. Das Neue (Dipidolor) wirkte viel besser. Nur leider hatte ich dadurch eine der  Nebenwirkungen: Ich brauchte bis zum Abend Sauerstoff, weil das Schmerzmittel zu Atemstörungen bei mir führte und meine Sauerstoffsättigung im Blut nicht so gut war. Jetzt im Nachhinein finde ich das aber nicht schlimm, weil ich das Gefühl habe, dass ich mich durch das besser wirkende Schmerzmittel schneller von der Operation erholen konnte.
Als ich auf mein Zimmer kam, durfte ich schon wieder trinken und später auch zu Abend essen. Wieder hatte ich einen Katheter und meine Beine waren fest gewickelt. Außerdem hatte ich an den Seiten, zwischen Po und Hüfte eine Art saugfähigen Verband unter dem Pflastern. Ich lief kaum aus (Tumeszenzlösung und Wundflüssigkeit), saute mir also nicht ständig mein Bett ein, was ich auf diese Art von Verbandmaterial schiebe. Nachdem die Nachtschwester gegen 21:00 Uhr noch einmal meine Bett-Unterlagen wechselte, blieb ich danach trocken.
Am nächsten Morgen durfte ich nach dem Frühstück aufstehen. Da das klappte, wurde mein Katheter gezogen und ich konnte mich etwas frisch machen. Das tat gut! Bei der Visite wurden meine Verbände (feste Wickelungen) abgemacht und meine Wunden untersucht. Es war alles in Ordnung. Danach bekam ich mein OP-Mieder vom Sanitätshaus, das auf Anhieb passte. Mit der mir verschriebenen Menge an Schmerzmitteln (Novamin und Tramadol) kam ich dieses Mal sehr gut zurecht. Am Tag nach der Op lief ich schon durch die Flure und mir ging es erstaunlich schnell besser. Jeweils am späten Nachmittag schaute Dr. Evertz kurz vorbei und schaute nach mir. Er sagte mir, dass ich am nächsten oder übernächsten Tag bestimmt schon nach Hause könne. Das würde am nächsten Tag dann die Visite entscheiden. Natürlich freute mich das.
Mir ging es wirklich schnell besser. Ich hatte zwar Schmerzen (dazu gleich noch mehr), war hundemüde und hatte (wie immer) noch leichten Schwindel, aber es war alles im Rahmen und ich konnte mich absolut nicht beschweren. Am Morgen darauf (21.12.2018) wurde mir bei der Visite und nach einem Verbandswechsel tatsächlich gesagt, dass ich entlassen werden kann. Super! Am frühen Nachmittag ging es dann zu meinen Eltern. 

Nun noch etwas zu den Schmerzen. Ein heikles Thema, wie ich finde. 
Ich weiß, dass ich da ganz gut im Nehmen bin. Sozusagen bin ich es gewohnt, aber dieses Mal war bzw. ist es schon etwas anders. Auf der Rückseite Schmerzen zu haben ist ungewohnt und da man darauf liegt und sitzt sind sie mindestens doppelt so unangenehm wie  die auf der Vorderseite. Bei jeder Bewegung, besonders beim Beugen oder Strecken der Beine, zieht es sehr unangenehm und schmerzhaft. Vor allem in den Regionen vom Übergang Po-Oberschenkel und in den Kniekehlen tut es dabei besonders weh. Im Liegen war es am Anfang gut auszuhalten. Die ersten Tage tat das Sitzen ziemlich weh. Wenn ich ruhig lag, war es okay. Mittlerweile habe ich im Liegen und im stillen Sitzen fast keine Schmerzen mehr. Aufstehen und Hinsetzen tut immer noch ziemlich weh, ist aber besser geworden. Wenn ich erst einmal in Bewegung bin, geht es. Kleine Spaziergänge und Einkäufe habe ich inzwischen auch schon wieder gemacht. (Stand 12 Tage post Op)

Am aller schlimmsten fand ich zwischenzeitlich die Unterschenkel. Sie taten ein paar Tage lang so extrem weh, dass ich dachte, ich hätte den Muskelkater meines Lebens! Die waren allerdings in dieser Zeit auch am "buntesten" von den blauen Flecken her. Leider wirkt es auf dem Foto nicht ganz so schön:




Hier kommen noch wie immer ein paar Fotos von den Beinen. Ich sehe ehrlich gesagt noch nicht so viel, aber ich habe Geduld! ;-) Bestimmt ist es auch noch etwas geschwollen. In meiner Kompression sehe ich schon einen deutlichen Unterschied.


Datum 18.12.2018 (vor 3. OP) 23.12.2018 (4 Tage post OP) 30.12.2018 (11 Tage post OP)
vorn
(wurde dieses Mal nicht gesaugt)




hinten



links (gerade)



links (Schritt)



rechts (gerade)



rechts (Schritt)






Zum Schluss möchte ich noch etwas zum Mieder bzw. zur Kompressionsbestrumpfung sagen. 
Ich bekam ja wieder ein Op-Mieder angepasst. Ich hatte dieses schon vorher beim Sanitätshaus vom Klinikum bestellt und es passte auch gut. Statt Kniestrümpfe und Capri-Hose bekam ich eine Leggins, also eine Strumpfhose ohne Fußteil.
Vielleicht könnt ihr euch daran erinnern, dass ich nach meiner ersten Liposuktion nicht so viel Glück mit dem Op-Mieder hatte und ich erst einmal auf meine alte Flachstrick-Kompressionsversorgung zurückgreifen musste? Ich fand den größeren Druck auch angenehmer und trug lieber meine Flachstrick.
Dieses Mal ist es fast genauso.
Vier Tage nach der Liposuktion quetschte ich mich das erste Mal in meine alte Flachstrick-Kompressionsversorgung von Juzo (Kniestrümpfe mit Capri-Hose). Oh mein Gott! War das heftig! Ich hatte solche Schmerzen! Jeder Zentimeter beim Anziehen war eine Qual… wirklich… Besonders an den Waden, Kniekehlen und dem oberen Teil der Oberschenkel. Ich war so froh, als ich endlich drin war, aber danach war es angenehm. Der stärkere Druck und Halt tat mir vor allem an den Oberschenkeln und am Po gut. Auch meine leicht angeschwollenen Füße und Knöchel (Lymphe) wurden innerhalb von einigen Stunden wieder normal. Ich fühlte mich viel wohler in meiner Flachstrick!
Nur ein Problem musste ich dringend noch lösen: Ich schlief seit der Op sehr schlecht. Das Umdrehen im Bett war ziemlich schmerzhaft und in der Flachstrick-Kompressionsversorgung auch ziemlich anstrengend. Nach zwei weiteren schlechten Nächten wechselte ich in der Nacht auf das Op-Mieder und trug tagsüber meine Flachstrick-Kompressionsversorgung und bin seit dem dabei geblieben. Da das Op-Mieder aus einem ganz glatten Stoff besteht, kann ich mich besser umdrehen und mein Schlaf wurde dadurch besser. Ich bin übrigens Bauchschläferin bzw. Halb-auf-der-Seite-Schläferin. Das ist praktisch nach so einer Operation, das könnt ihr mir glauben!

So, das war´s erst einmal.
Habt ihr noch Fragen? Falls ja, scheut euch nicht zu kommentieren oder mir zu schreiben.

Außerdem hoffe ich, dass ihr ein schönes Weihnachtsfest hattet und wünsche euch Allen einen guten Rutsch ins Jahr 2019!

Liebe Grüße, 
Nadine


Freitag, 19. Oktober 2018

Heilungsbericht Nr #1 der Arm-Liposuktion mit Nachsorge

Hallo ihr Lieben,

meine Arm-Operation ist jetzt rund 4,5 Wochen her und nun möchte ich Euch berichten, wie es mir so ergangen ist.
Mein Heilungsverlauf war bisher recht gut.

Ich war nach dem Krankenhausaufenthalt noch etwas länger als eine Woche bei meinen Eltern und habe mich da ein wenig unterstützen lassen.
Das war auch gut so, da ich mich eine Weile noch nicht ganz sicher auf den Beinen fühlte, weil mein Kreislauf noch nicht so stabil war und mir deshalb hin und wieder schwindelig wurde. Das ließ aber schnell nach. Vielleicht auch, weil ich jeden Tag einen kleinen Spaziergang machte und die Wege dabei immer länger wurden.
Die Schwellungen der Arme waren bis circa zwei Wochen nach der Operation am größten. Dabei war der Schwellzustand vor allem am Ende der zweiten Woche sehr unterschiedlich: Mal fühlte sich das Mieder extrem eng an und mal saß es sehr angenehm. Besonders der linke Arm spannte während dieser Schwellzustände sehr. Als dieses extremen Schwankungen aufhörten, brauchte ich übrigens auch keine Schmerzmittel mehr.

Die Fäden wurden dann am 02.10. gezogen. Dabei wurde festgestellt, dass ich auf der linken Seite eine allergische Reaktion auf die Pflaster hatte. Gott sei Dank sah es nur schlimmer aus, als es war. Schmerzen hatte ich nämlich dadurch nicht und mittlerweile verheilt es auch gut.

Anfang dieser Woche war ich dann noch zur Nachsorge bei Dr. Engel.
Er war sehr zufrieden mit dem Ergebnis und lobte mich auch wieder für meine Hautpflege und dass ich so brav mein Mieder trage.
Allerdings stellte er fest, dass mein linker Arm noch etwas geschwollen ist und ich dort auch ein paar Wassereinlagerungen habe. Da mein Mieder mittlerweile Falten warf (d.h. zu weit geworden ist), sprach ich ihn darauf an und er bestätigte mir, dass ich möglichst bald eine ordentliche Flachstrickversorgung bräuchte. Zusammen mit der Lymphdrainage (die ich 2x die Woche bekomme) würden dann auch die Wassereinlagerungen verschwinden und die Schwellungen würden sowieso mit der Zeit weggehen. Beruhigt konnte ich dann nach Hause fahren.
Ein nächster OP-Termin für die Oberschenkel wird wohl dieses Jahr noch folgen.

Wie meine Arme jetzt aussehen, könnt ihr hier sehen. Zum Vergleich noch einmal auch die Bilder von vor der Liposuktion.
32 Tage post Op
32 Tage post Op
Mit Mieder
Mit Mieder
Vor der OP
Vor der OP

Um eine neue Kompression kümmere ich mich bereits und habe in ein paar Tagen ein Termin zum Vermessen.

Von den Schmerzen her ist es seit der zweiten Woche post OP nicht mehr nennenswert. Ich komme ohne Schmerzmittel aus und wirklich merken tue ich die Arme nur, wenn ich mich aufstütze oder ich eine blöde Bewegung mache.

Vielleicht noch ein paar Infos dazu, wann ich was wieder konnte:

Was?Wann?
Toilettengang selbst erledigen1. Tag post OP
Arme komplett anwinkeln2. Tag post OP
Allein Essen und Trinken1. Tag post OP (ab Mittag)
Haare kämmen3. Tag post OP
Beide Arme komplett über den Kopf heben3. oder 4. Tag post OP
Flasche öffnen5. Tag post OP
Haare waschen1 Woche post OP
Kompression ohne Hilfe anziehen1 Woche post OP
Pferdeschwanz bindencirca 10 Tage post OP

Noch Fragen? 
Dann meldet Euch gern bei mir hier über meine Seite oder über Facebook.

Liebe Grüße,
Eure Nadine

Dienstag, 25. September 2018

Bericht zur zweiten Liposuktion: Arme

Hallo ihr Lieben,
Nun möchte ich Euch endlich Bericht erstatten. Bestimmt sind einige von Euch schon sehr neugierig!

Am Montag, den 17.9.2018 war nun meine zweite Liposuktion im Klinikum Kassel bei Herrn Dr Engel.

Dabei wurden mit der TLA-Methode und in Vollnarkose fast acht Liter aus meinen Armen entfernt - zum größten Teil aus meinen Oberarmen. Jeweils fast vier Liter links und rechts, wobei links ein wenig mehr abgesaugt wurde.
Eine ganz schöne Menge, wenn man sich das in Tetra Packs vorstellt.

Am Morgen der Operation wurde ich angezeichnet. Dabei erklärte mir Herr Dr Engel, dass er bei der ersten Operation hauptsächlich die Oberarme behandeln würde und bei der zweiten Operation dann die Unterarme komplett sowie an den Oberarmen noch letzte Korrekturen machen wird. 
Linker Arm
Rechter Arm 

Geplant war die Operation gegen Mittag, aber ich kam erst gegen 14 Uhr dran. Nach der Narkose wurde ich kurz vor 18 Uhr wieder wach. Wie bei der ersten Operation hatte ich Schmerzen, wieder dauerte es etwas, bis das Schmerzmittel wirkte. Ich werde das bei der nächsten Operation noch einmal erwähnen und fragen, ob man mir nicht gleich etwas anderes geben könnte. Gegen 19 Uhr war ich wieder auf meinem Zimmer. 
Dort durfte ich gleich etwas trinken und ein paar Salzstangen knabbern. Es war wirklich komisch für mich, mich füttern zu lassen.
Mit Übelkeit hatte ich dieses Mal so gut wie nicht zu kämpfen und auch mein Blutdruck war nur ein bisschen höher als normal. 
Später am Abend durfte ich dann auch das erste Mal aufstehen als ich auf Toilette musste. Ich hatte nämlich keinen Katheter. Am Tag der Operation und am Tag danach musste ich wegen jeder Kleinigkeit nach einer Schwester klingeln. Auch für jedes Mal trinken und für jeden Toilettengang. Ich wurde sogar gefüttert. Das war für mich wirklich gewöhnungsbedürftig. Besonders das Saubermachen nach dem Toilettengang war sehr befremdlich. Ich sagte mir nur immer wieder, dass es ja ihr Job sei...

Nach der Liposuktion wurden meine Arme inklusive ein Teil meiner Hände fest bandagiert, so wie man es zur Entstauung machen würde. 
Am Tag nach der Op
Im Vorfeld hatte ich mir sehr viele Gedanken gemacht, weil vielen Frauen nach der Operation die Hände (teilweise sogar sehr stark) anschwellen. Ich kenne das schon ansatzweise, weil mir das manchmal beim Sport oder bei großen Anstrengungen passiert und dieses Gefühl dann immer sehr unangenehm ist. 
Deshalb beschloss ich,  mir vor der Liposuktion ein Paar flachgestrickte Handschuhe zu besorgen, die ich dann tragen könnte. Wie ihr seht, hat das nicht geklappt, weil die Handschuhe nicht rechtzeitig fertig geworden sind. Aber das war Gott sei Dank nicht so schlimm. Ich hatte nämlich Glück und meine Hände schwollen nur wenig an. Links war es nicht der Rede wert und rechts war zwar eine Schwellung zu sehen, aber diese war wirklich noch im Rahmen. 

Am nächsten Tag sollte ich mein Mieder bekommen. Zur Visite wurden meine Verbände entfernt und ich konnte dann auch mal schauen. Wie beim letzten Mal bin ich ziemlich bunt (blaue Flecke).
Leider passte das Mieder nicht: An den Oberarmen hatte Dr. Engel so viel abgesaugt, dass das Mieder dort mindestens zwei Zentimeter zu weit war. Kurzerhand wurde es dem Sanitätshaus zum Ändern mitgegeben und mir wurde versprochen, dass ich das Mieder am nächsten Tag zurückbekommen würde. Das klappte dann auch.
Als ich dann ins Mieder gequetscht wurde, war ich mehr als froh, dass ich meine Anziehhilfe mitgenommen hatte. So war es zwar schmerzhaft, aber es ging recht flott!
Ich habe übrigens diese Anziehhilfe: Juzo Anziehhilfe Easy-Slide Arm

Ein paar Stunden später, als ich im Bad war um mich bettfertig zu machen, betrachtete ich meine Arme (im Mieder) das erste Mal ganz in Ruhe und ich realisierte, wieviel Fett da überhaupt aus meinem Armen entfernt wurde.


Am Donnerstag Nachmittag kam dann Dr Engel noch zu mir und schaute sich meine Arme an. Da alles in Ordnung war, durfte ich noch am selben Tag die Klinik verlassen. Bei diesen Gespräch erfuhr ich übrigens erst, wie viele Liter genau abgesaugt wurden: Fast 8 Liter! Wow - so viel! Das ist wirklich sehr viel für die Arme! 
Und ich erfuhr, dass Herr Dr Engel bei seinen Liposuktionen so arbeitet, dass auch die Zwischenergebnisse möglichst ästhetisch sind. Das finde ich super!

Mittlerweile bin ich bei meinen Eltern und lasse mich ein bisschen von meiner Mum verwöhnen.

Natürlich habe ich auch Fotos für Euch machen lassen. Sie sind vom Sonntag:
6 Tage post Op
6 Tage post Op
Mit Mieder
Mit Mieder
Vor der OP
Vor der OP
Die Schmerzen sind etwas nerviger, als bei den Beinen. Ich darf Ibuprofen nehmen und bin bisher mit drei oder maximal vier Tabletten (a 400mg) am Tag gut klargekommen und die Abstände zwischen den Tabletten werden mittlerweile auch merklich länger. 

Mehr weiß ich gerade nicht zu erzählen. Habt ihr noch Fragen?

Kommtiert ruhig hier oder auf meiner Facebook-Seite. Natürlich könnt ihr mir auch eine Mail schicken.
Liebe Grüße, eure Nadine