Samstag, 31. Dezember 2016

Frohes Neues!

 Ich hab eben einen Glückskeks ausgepackt.  

Na, wenn das kein Zeichen ist??? :-)


Ja und habt ihr schon gute Vorsätze für das nächste Jahr?

Oder gehört ihr eher zu den Persönlichkeiten, die nichts von so etwas halten? ;-)


Ich habe mir nicht viel vorgenommen... 
Eigentlich nur, dass ich mehr für mich selbst tun will.
Meinen eigenen Weg finden ❤ 

Jedenfalls wünsche ich euch allen einen guten Rutsch in Jahr 2017!
Lasst es krachen oder macht euch einen ruhigen Abend. 
So, wie ihr es euch eben vorstellt :-D
ALLES LIEBE!

Eure Nadine

Dienstag, 27. Dezember 2016

Weihnachtsgeschenke :-)

Und?

Was habt ihr schönes bekommen?

Meine Ausbeute war jetzt nicht sooooo groß, aber dafür sehr erfreulich!


Neben zwei Gutscheinen hatte ich mir einen Jakobsweg-Kalender gewünscht
und auch bekommen! Er ist von
Jakobsweg.de und gefällt mir richtig gut!

Außerdem eine Menge Schoki-Geld und ein paar echte Kröten,
die natürlich direkt in meine Reisekasse gewandert sind ;-)


Was mich aber am meisten erfreut und vor allem überrascht hat, war der Gewinn bei einem Adventskalender, an dem ich teilgenommen - und es tatsächlich schon wieder vergessen hatte^^
Dafür war die Freude natürlich besonders groß!
Ich habe einen Online-Kurs zum Thema Selbstliebe bei der lieben Eva Nitschinger gewonnen! 
Wie passend! Ich bin sehr gespannt und hab geheult vor Glück.
(Normalerweise gewinne ich nämlich nicht^^)
 Ich hoffe, ihr hatte auch ein paar schöne Geschenke unterm Baum
und konntet die Feiertage genießen! 

Liebe Grüße, 
eure Nadine


Samstag, 24. Dezember 2016

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Das leidige Thema Schuhe...

Oh Mann... Schuhe!!!

Ich hasse es, Klamotten zu kaufen. Aber Schuhe sind auch immer so eine Sache...Wegen meiner kaputten Knie trage ich seit Jahren fast nur Schuhe, die ein Dämpfungssystem haben. Auf die Idee hat mich damals mein bester Freund gebracht. Dank seinem Rat halten sich meine Schmerzen und Probleme mit der Knie auch in Grenzen. Gott sei Dank! 
Aber meistens nach so circa 1,5 Jahren fast täglichen Tragens muss ein neues Paar her. Und sie sollten natürlich gleich zum Wandern geeignet sein.


Bisher habe ich immer REEBOK oder ADIDAS getragen - mit verschiedensten Dämpfungs-systemen (Gel- oder Luftpolster, EVA-Sohle). Ende Oktober habe ich mich von einem Verkäufer beraten lassen und die Wahl ist dieses Mal auf ein Paar ASICS Sonoma 2 mit Gel-Polster gefallen.


Diese Geländelaufschuhe waren am Anfang auch bequem. Nach einer Weile habe ich aber festgestellt, dass mir nach spätestens einem halben Tag die Füße sehr doll weh tun :-( Die Wanderung von Machern war auch wirklich nicht so prickelnd mit diesen Schuhen. 
Wahrscheinlich passen meine Füße und das Dämpfungssystem nicht zueinander. Ich habe schon hin und wieder feststellen müssen, das Gel-Sohlen nicht das Beste für mich sind. Zugegebenermaßen kann es auch einfach sein, dass die Schuhe  nicht für mein (hohes) Gewicht ausgelegt sind. Das hatte ich bisher aber wirklich nur bei Schuhen mit Gel.Also muss jetzt ein neues Paar Schuhe her. Und es wird definitiv nicht wieder ASICS! Vielleicht Salomon oder halt wieder REEBOK oder ADIDAS...

Sonntag, 18. Dezember 2016

Eine Pilgerreise??? Hm... Warum eigentlich nicht?


Jahrelang hatte ich Angst, 

eine Pilgerreise überhaupt nur in Betracht zu ziehen...


"Ich bin zu krank.“
„Ich habe keine Kraft.“
„Ich habe kein Geld.“
„Ich brauche doch Lymphdrainage! Und das im Ausland?“
„Was mache ich, wenn …?"
(und dann Schwarzmalerei in allen möglichen Varianten)


All diese Fragen verunsicherten mich die letzten paar Jahre.

Doch der Jakobsweg zog mich insgeheim immer weiter.

Anfang 2016 fand ich durch Zufall heraus, dass es auch in Deutschland Jakobswege gibt und dass einer davon auch noch direkt in meiner unmittelbaren Umgebung verläuft: und zwar die „Via Regia“ bei Merseburg.

Nach kurzer Vorbereitungszeit lief ich mein erstes Stück am 30.04.2016.


Diese Wanderung war wohl das Ereignis, das bei mir den Stein ins Rollen brachte. Mein Wunsch nach einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela kam wieder zum Vorschein. Das, was bei mir in den letzten Jahren nur im Hintergrund gebrodelt hatte, brach sich nun mit Macht seinen Weg ins Licht. Meine Sehnsucht steigerte sich schnell ins unerträgliche… Und ich war am Anfang so verzweifelt…


Doch das Wandern tat mir gut. Ich fand beim Laufen meinen eigenen Rhythmus. Zugegeben: Ein ziemlich langsamer Rhythmus. Manchmal überholen mich ja sogar Omis^^.

Aber ich kann halt durch die Schmerzen und die schweren Beine nicht sonderlich schnell Gehen und das musste ich erst einmal akzeptieren.

Das Gefühl eines eigenen Rhythmus, die Zeit an der frischen Luft und die Ruhe um mich herum waren eine ganz neue Erfahrung für mich. Meine Sinne schärften sich. Ich fing an – und das gefühlt zum ersten Mal in meinem Leben – wirklich zu SCHAUEN und zu HÖREN. Dadurch begann ich auch, mich an kleinen Dingen zu erfreuen: an Vogelgezwitscher, an vorbeiziehende Wolken, an Lichtflecken, die die Sonne durch das Blätterdach auf den Waldboden malt, …

So zog es mich immer wieder auf die Wanderwege. Und hin und wieder fiel mein Blick auch mal wieder auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela.



Fast wie ferngesteuert fing ich irgendwann an, über meine Zweifel nachzudenken und beschäftigte mich mit den Problemen, die ich sah bzw. befürchtete. Und Ende November geschah dann etwas Eigenartiges: Ich fasste das erste Mal Mut und dachte darüber nach, ob das mit der Pilgerreise doch irgendwie gehen würde.



Dazu angeregt hat mich die Psychologin vom Studentenwerk, bei der ich 1x im Monat zur Beratung gehe. Wir sprachen über meine Sehnsucht nach dem Jakobsweg und meine Psychologin fragte mich, was das über meine Persönlichkeit aussagen könnte. Das Ergebnis geht ihr hier auf den Fotos.

Zum Vergrößern anklicken



Die nächsten Tage dachte ich viel darüber nach. Außerdem versuchte ich andere Leute mit gesundheitlichen Problemen oder Handicaps zu finden, die auch schon gepilgert sind: hauptsächlich um mir Mut zu machen und weil ich mir Unterstützung erhoffte. Dabei wurde mir der Kontakt zu Anne Chantal nahe gelegt, die schon mehrmals mit Rollstuhl gepilgert ist und auch gerne andere Pilger coacht. Ich war überwältigt von der Geschichte dieser Frau und glücklich, dass sie mit mir über Facebook kommunizierte. Sie bat mir ihre Hilfe an und fragte mich, was ich brauchen würde. Ich erzählte ihr von meiner Krankheit und meinen Problemen und sie versprach, für mich herauszufinden, wie das mit der Lymphdrainage in Spanien ist.



In der Zwischenzeit dachte ich weiter über meine Befürchtungen nach. Bis mir – recht unverhofft – die Erkenntnis kam, dass diese zum größten Teil nichtig waren:



  • Dass ich so langsam war: Na und? Wer würde mich dazu zwingen, schneller zu laufen? Niemand!
  • Dass ich keine 20, 30 oder mehr Kilometer pro Tag schaffte: Na und? Wer würde mich dazu zwingen, weiter laufen zu müssen? Niemand! Und ich schaffte ja immerhin um die 12 km pro Tag oder sogar etwas mehr, ohne dass ich den nächsten Tag zu geschafft war um weiterzumachen.
  • Dass ich kein Spanisch kann: Naja, mittlerweile konnte ich ein bisschen Spanisch und wollte auch noch weiter lernen. Außerdem fand ich heraus, dass man mit Englisch ebenso gut klar kommen soll. Also, warum Angst haben?
  • Dass ich kein Geld hab: Zurzeit, ja. Aber ich könnte noch sparen, hatte meine Sammelaktion bei leetchi.com und würde zur Not auch einen kleinen Kredit aufnehmen. Meine Sehnsucht war mittlerweile so groß, dass das Geld keine schwerwiegende Rolle mehr spielte.
  • Dass ich Bedenken wegen der Jahreszeit hatte: Da legte man mir auf Nachfrage nahe, erst ab März zu gehen, weil die meisten Pilgerherbergen erst im März öffnen. Außerdem sei das Wetter ab März besser. Nur nachts gäbe es meistens noch Minustemperaturen. Damit konnte ich gut leben! Zelten wollte ich eh nicht.
  • Dass ich nicht wusste, wie ich hin und zurück kommen würde: Auch das hatte ich mittlerweile recherchiert. Anreise: Mit Fernbus oder Mitfahrgelegenheit nach Berlin, dann mit dem Flugzeug nach Madrid und von dort mit ALSA (Bus) nach Ponferrada. Rückreise: Kann man vor Ort buchen. Mit dem Bus (wieder ALSA) zu einem Flughafen meiner Wahl, mit dem Flugzeug nach Deutschland und dann je nach Ankunftsort mit Fernbus, Bahn oder Mitfahrgelegenheit nach Hause.
  • Dass ich nicht wusste, wie ich es schaffen sollte, meinen Rucksack zu tragen: Ich besaß seit November einen Pilgerwagen. Das Problem war also schon gelöst: Ich würde mein Gepäck hauptsächlich ZIEHEN und SCHIEBEN STATT SCHLEPPEN!



Aber eine wichtige Angelegenheit fehlte noch: Dass ich Lymphdrainage brauche!

Mitte Dezember meldete sich dann erfreulicherweise Anne Chantal wieder bei mir:

Ich habe gefragt wegen der Lymphdrainage. Es ist günstig, ca. 10 Euro. Du musst in den Herbergen fragen!“, schrieb sie mir.



Nach dieser Nachricht fiel bei mir der Groschen…

Ich wollte nun unbedingt nach Spanien!



Ein bisschen Angst habe ich zwar immer noch, aber ich stellte fast,

dass sie lange nicht mehr so stark war, wie noch vor kurzem!


Da waren noch folgende Befürchtungen übrig geblieben:



  • Dass ich zu krank für diese Reise bin: Naja, wer weiß das schon? Es heißt doch auch: „Probieren geht über Studieren!“. Was mich dabei auch ein bisschen beruhigt: Ich habe eine Auslandskrankenversicherung.
  • Dass ich keine Kraft habe: Vielleicht nicht im klassischen Sinne. Aber mit vielen kleinen Schritten habe ich es bis jetzt schon ziemlich weit geschafft! Warum sollte das auch nicht auf dem Jakobsweg klappen?


Und plötzlich sagte ich zu mir: Eine Pilgerreise??? Hm... Warum eigentlich nicht?
Es gab keine Ausreden mehr!


Abschließend stellte ich noch fest,

dass ich wahrscheinlich die erste Frau mit Lipödemen bin,

die sich so eine Pilgerreise zutraut.


Ich weiß zurzeit noch nicht,

ob mich das stolz machen soll – eben weil ich es mir endlich traue.

Oder –

ob ich Angst davor haben soll,

weil ich die Erste bin, die diese Erfahrung machen wird

und ich deshalb niemanden um Rat fragen kann…

Samstag, 10. Dezember 2016

Ein großer Rucksack muss her

Nachdem ich mir ja den Wunsch nach einem Rucksackwagen erfüllt hatte, musste nun auch ein größerer Rucksack her. 

Mein VAUDE Rucksack für die Tagestouren ist ja mit 30 Liter relativ klein und für den brauche ich Gott sei Dank auch keinen Wagen ;-)

Um erneut ein bisschen Geld zu sparen, recherchierte ich wieder auf EBAY und Co. Ich gebe zu, dass ich mir dabei gern Zeit lasse, wenn ich es geht. Und ich hatte es ja wirklich nicht eilig :-D
Es sollte ebenfalls ein Markenrucksack werden. Vom Volumen her dachte ich so an mindestens 60 Liter oder etwas mehr. Ein vertellbares Rückenteil und ordentlich anpassbare Gurte waren mir auch wichtig. Ein Netzteil im Rückenteil wäre schön, war aber keine Priorität für mich.
Am Ende konnte ich mir einen kaum gebrauchten "High Peak Sherpa 65+10" holen, der außer dem fehlendem Belüftungssystem im Rücken (Netzteil oder ähnliches) alle meine Bedürfnisse erfüllt. 

Nachtrag: Mittlerweile war ich auch einmal mit dem Rucksack einkaufen und bin ziemlich zufrieden mit den Gurten und Einstellmöglichkeiten. Ich berichte euch gern noch einmal genauer, falls ich den Rucksack mal länger tragen sollte.

Dienstag, 15. November 2016

Mein Rucksackwagen ist da!

Ich habe es getan!

Ich habe mir einen Rucksackwagen bzw. Pilgerwagen gekauft!


Nach langen Überlegungen habe ich vor ein paar Tagen bei Wandamigo bestellt. Ich war schon vor ein paar Wochen bei meiner Recherche auf den Rucksackwagen gestoßen und war davon sehr angetan, besonders nachdem die Idee mit dem Jogger/Fahrradanhänger ja nicht aufgegangen ist.

Mich hatte der Preis von dem Wagen zuerst gaz schön abgeschreckt, aber dank der Spendenaktion, die ich bei leetchi.com für meine Pilgerreise eingerichtet habe, konnte ich ihn mir doch einigermaßen leisten. Dennoch tat es mir ein bisschen weh in meinem Portemonnaie^^

Heute ist nun endlich das Paket angekommen und ich hab den Pilgerwagen eben mit Spannung ausgepackt. Dazu ein paar Fotos weiter unten.

Sobald ich ihn getestet habe, bekommt ihr auch einen kleinen Bericht. Was ich jetzt schon sagen kann, ist, dass der Wagen sehr leichtgägig ist. Das finde ich schon mal super!






Samstag, 29. Oktober 2016

7. Wanderung: Machern bis Leipzig (Engelsdorf)



Bei dieser Tour wollte ich das erste Mal versuchen, 
weiter als sonst zu laufen.

Ich  hatte ja geplant, mich von der Strecke her so langsam zu steigern, 
also suchte ich mir die Strecke 
von Machern nach Engelsdorf aus, einem Ortsteil von Leipzig.

Vor den circa 15 km hatte ich ganz schön Respekt: 





Beschreibung

Wie so oft reiste ich dieses Mal wieder mit der S-Bahn an. Glücklicherweise geht ja die eine Linie von Leipzig aus fast direkt an der Via Regia entlang und man kann die meisten Orte leicht erreichen. 
Heute hatte ich meine neuen ASICS Schuhe an und war gespannt, wie ich damit klarkommen würde. Meine Trekkingstöcke hatte ich auch dabei. Und außerdem war das meine erste Tour mit meiner neuen, gut sitzenden Kompressionsbestrumpfung, die ich nach meiner Reha bekommen hatte.

Ich startete kurz vor 11 Uhr in Machern am Bahnhof. Machern ist ein sehr kleiner Ort, hat aber ein kleines Schloss mit einem Park. Nachdem ich dorthin einen kleinen Abstecher gemacht hatte - leider war niemand da - ging ich Richtung Kirche. Dort sah ich schon die erste Muschel, die mich stadtauswärts führte.


Der Weg war asphaltiert und stieg eine Weile ganz schön an. Danach ging es langsam bergab und ich erreichte einen Golfplatz, auf dem ich mir einen weiteren Stempel für meinen Pilgerausweis holen konnte. Auf dem Platz machte ich auch mein obligatorisches Selfie^^


Den Weg weiter folgend, kam ich in einen Wald. Ich liebe ja Wälder, aber an dem Tag wurden dort gerade Holzfällerarbeiten gemacht und ich konnte diesen Teil der Strecke nicht wirklich genießen. Außerdem begannen meine Füße langsam weh zu tun. Als ich das Waldstück circa zur Hälfte durchquert hatte, hielt ich es kaum noch in meinen Schuhen aus und beschloss, bei der nächsten Gelegenheit meine Schuhe zu wechseln. Ich hatte vorsichtshalber meine Sommerlaufschuhe von ADIDAS mitgenommen, die fröhlich hinten an meinem Rucksack baumelten 😄

Weil es an diesem Tag recht schlammig war, musste ich noch ein Stück gehen. Ungefähr 4 km nach meinem Start fand ich einen Bauwagen (mit Bienenvölkern) im Wald, auf dessen Deichsel ich meinen Rucksack abstellen und meine Schuhe wechseln konnte.

Oh Gott, war das eine Wohltat! Ihr glaubt gar nicht, 
wie froh ich war, dass ich meine Wechselschuhe dabei hatte!!!

Danach ging es mit meinen Füßen wieder besser voran. Ich trat aus dem Wald heraus und kam auf einen Feldweg. Dort war ganz schön was los. Mehrere Traktoren waren unterwegs und bearbeiteten dort die Erde. Der Weg war leider auch recht schlammig und durch die Fahrzeuge teilweise zerfahren. An der Stelle war ich das erste Mal an diesem Tag froh, meine Trekkingstöcke dabei zu haben. Nach ein paar hundert Metern erreichte ich ein Wäldchen zu meiner rechten Seite und sichtete die erste Bank auf meiner Wanderung. Nach etwas mehr als 5 km eine gute Stelle für eine erste längere Rast. Also machte ich es mir bequem, aß und trank in Ruhe etwas und machte mich nach 20-25 min wieder los. Das Wetter war auch nicht so toll, dass man längere Zeit draußen sitzen konnte.

Die folgende Strecke lief wegen vieler schlammiger Stellen nicht so gut. Dank Trekkingstöcke bin ich aber nicht gestürzt, was ohne sicherlich so 3 oder 4 Mal passiert wäre... Der Weg führte mich Richtung Cunnersdorf, einem kleinen verschlafenen Dorf, in dem die Forschungabteilung für den bekannten Chemiebetrieb "SKW Stickstoffwerke Piesteritz" ihren Sitz hat. Was mich aber an Cunnerdorf besonders erfreute, war die Pilgerfreundlichkeit. Denn ich fand kurz vorm Ortseingang einen Rastplatz (nicht nur für Pilger) und am Ortsausgang eine Bank mit der Aufschrift "Pilgers Rast".



Nachdem ich dort eine kleine Trink-Pause eingelegt hatte, verließ ich das Dorf und ging über ein paar befestigte Pfade und Feldwege weiter Richtung Panitzsch auf der Thomasallee. An einer Stelle kam ich an einem alten Baumstumpf vorbei, in dem Pilze wuchsen. Ein sehr interessanter Anblick, wie ich fand! Kurz bevor ich Panitzsch erreichte, klärte auch der Himmel ein wenig auf und ich konnte sogar ein bisschen Blau sehen :-)
Bei meiner Planung hatte ich gesehen, dass ich im Ort dann auch etwas Essen konnte. So kehrte ich im "Waldkater" ein, wo ich eine gute Stunde mein verspätetes Mittagessen genoss und mich ein wenig ausruhte. Nach nicht ganz 11 km tat das auch wirklich notwendig für mich!

Der restliche Weg war nicht sonderlich aufregend. Ich folgte der Muschel über die B6 und ging durch ein Wohngebiet (Borsdorf) mit schönen Gärten. Kurz vor Ortsende fand ich den bisher informativsten Hinweis auf den Jakobsweg.
Danach musste ich nur noch die A14 überqueren und sah schon den Ortseingang von Leipzig Engelsdorf. Zur S-Bahn-Haltestelle war es dann auch nicht mehr weit.


Resümee

  • Wechselschuhe - super Idee!
  • neue Kompressionsbestrumpfung zum Wandern - besser als ohne!
  • Trekkingstöcke - genial bei schlammigen Gelände!
  • Knie - ging so. Die Dämpfung der neuen Schuhe ist glaube weder für meine Füße, noch für meine Knie sonderlich gut.

Album

Via Regia 8 - Machern nach Engelsdorf


Freitag, 14. Oktober 2016

6. Wanderung: Freyburg bis Naumburg mit Hund

Bei meiner 6. Wanderung hatte ich eine tierische Begleitung bei mir!

 

Die kleine Chihuahua-Dame Babsi gehört einer Freundin von mir. 
Ich hatte sie zur Urlaubsbetreuung da, also musste sie mitkommen 😄
Und sie war echt nicht tot zu kriegen^^. 

Trotz der Strecke von 12,4 km 
war sie nach der Heimfahrt wieder so quirlig wie eh und je.
  

Beschreibung 

Da ich dieses Mal die kleine Hündin mit hatte, reisten wir mit dem Auto nach Naumburg an und fuhren dann mit dem Zug nach Freyburg um dann zurück nach Naumburg zu laufen.
Heute hatte ich das erste Mal meinen neuen VAUDE Rucksack dabei und war gespannt, was mein Rücken am Ende des Tages sagen würde :-)
Vom Freyburger Bahnhof gingen wir erst einmal Richtung Innenstadt. Dort läuft direkt an der Pfarrkirche St. Marien der Jakobsweg (Via Regia) entlang. Die Kirche wollte ich mir gern anschauen und mir dort einen Stempel für meinen Pilgerausweis holen. Leider war die Kirche geschlossen und ich schaute deshalb kurz in der Touristen-Information vorbei. Diese lag praktischerweise direkt um die Ecke.
Danach machte ich mich mit Babsi auf den Weg. Die Muschel war in der Freyburger Innenstadt recht leicht zu finden und so folgten wir ihr - zumeist bergab - zum Flußufer der Unstrut. 
Die Unstrut lag nun rechts von uns und auf der linken Seite sahen wir viele Weinberge. Aber auch viele Wiesen säumten unseren Weg. Außerdem kamen wir an einigen Weiden mit Pferden und Eseln vorbei.
Die Wege waren alle gut ausgebaut, aber leider zum größten Teil betoniert oder gepflastert. Das ist für mein kaputtes Knie leider immer Gift :-(

 Zur Mittagspause kehrte ich in einem kleinen Restaurant ein, das zum Landhotel GROBERs Reiterhof gehört. Danach folgten wir weiter den Jakobsweg in der Nähe der Unstrut am "Blütengrund" entlang. Kurze Zeit später überquerten wir mit einer Fähre die Unstrut, gingen an einem Campingplatz vorbei und kamen danach an ein paar interessant aussehenden Bäumen vorbei: Hier hatten Misteln gute Arbeit geleistet.

Am nächsten Wegweiser verharrte ich eine Weile, weil ich mir nicht sicher war, in welche Richtung ich gehen sollte. Vom Feldweg kommend, zeigte der Pfeil nach rechts, mein Wanderprogramm auf dem Tablet wollte mich nach links schicken. Manchmal kommt es vor, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, wie man laufen kann, deshalb vertraute ich der Muschel mit dem Pfeil.
.... und ging doch in die flasche Richtung.... 😡



Nach ein paar hundert Metern und keinem weiteren Hinweis, beschloss ich umzukehren. Auf diesem Weg fand ich dann auch schnell wieder die Muscheln an Bäumen und Laternen.
 
Es dauerte nicht lange und Babsi und ich erreichten die Stadtgrenze von Naumburg. Dort bummelten wir durch die Innenstadt zum Naumburger Dom. Leider war es schon zu spät ihn zu besichtigen, aber immerhin bekam ich einen Stempel für meinen Ausweis. Bestimmt werde ich das mal nachholen.
Nach einen kurzen Pause auf dem Domplatz liefer wir hinter dem Dom entlang bergab zum Bahnhof, wo ich mein Auto geparkt hatte. 
Mir taten ganz schön die Knie und die Beine weh! Babsi schlief auf der Heimfahrt die ganze Zeit im Auto.

 

 

Resümee

  • Mit Hund zu laufen, war eine Erfahrung wert. Es war schön, Gesellschaft zu haben, aber auch nervig immer aufpassen zu müssen, dass Babsi nichts passiert.
  • Mein neuer Rucksack ist definitiv besser als der von deuter. Das einzige, was mich wirklich an ihm nervt, ist dass ich nicht einfach an das große Innenfach komme. Man muss zuerst immer die beiden Schnallen und den Tunnelzug oben aufmachen... Aber Rücken geht vor. Also behalte ich ihn :-D

Album

Via Regia 7 - Freyburg nach Naumburg

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Neuer Rucksack die Zweite

Aua! Mein Rücken!

oder

Noch ein Satz mit X:

Für mich ist der Rucksack nix!


Mein neuer deuter Rucksack hat sich leider als Flopp herausgestellt.
Ich hatte ihn bei den letzten beiden Wanderungen und auch oft in der Freizeit auf; war sogar mehrmals damit Einkaufen. Aber egal, wie ich ihn einstellte... das Ergebnis waren immer Rückenschmerzen.
Vor circa 2 Wochen war ich deshalb mal bei ein paar Outdoor- und Taschenläden und habe mich auch beraten lassen.
Was dabei herauskam, hätte ich nie gedacht!
Mein Rücken ist ZU LANG für die kleinen Rucksäcke. Ich müsste mir einen mit mehr Volumen kaufen. Außerdem sind die Rucksäcke, die speziell für Frauen gemacht sind, auch nicht für mich geeignet, z.B. die SL-Linie von deuter. Das liegt schlicht und ergreifend an meinem Körperbau. 
Durch Zufall stellte ich fest, dass mir die Rucksäcke von VAUDE recht gut passten. Also versuche ich mal wieder mein Glück mit EBAY und Co und ersteigerte letzten Sonntag eher spontan einen VAUDE BRENTA 30, den ich beim nächsten Mal gleich ausprobieren werde!
Ich werde bestimmt irgendwann diese Woche noch Wandern gehen! 



Sonntag, 2. Oktober 2016

5. Wanderung: Rundweg Gotha

Von Mitte September bis Mitte Oktober war ich wegen meinen Lipödemen zu einer lymphologischen Reha in Tabarz (Thüringen). Die Umgebung dort ist sehr schön und so nutzte ich eines der Wochenenden, um ein Stück auf der "Via Regia" zu laufen, die dort auch in der Nähe vorbei geht.
Leider hatte ich das Problem, dass dort die Busse an den Wochenenden nicht fuhren. Deshalb musste ich mir einen Rundweg aussuchen: 

Die nicht ganz 10 km führten mich von Gothas Innenstadt durch Kleingärten, Wald und Wiesen Richtung Krahnberg/Kriegberg hin, - und über den "Bürgerturm" wieder zurück nach Gotha hinein.




 

Meine Wahl fiel auf einen Wegeabschnitt bei Gotha. 




An diesem Tag entstand auch mein liebstes Foto, das ich auf meinen Wanderungen von mir machte.

  Beschreibung

Wetter: 12-14 °C, sonnig, ziemlich windig

Ich fuhr gegen Mittag mit dem Auto Richtung Gotha. Dort parkte ich in der Innenstadt in der Nähe des Boulevards. Da ich schon einmal in Gotha war, wusste ich auch, wo dort der Jakobsweg "Via Regia" lang führte. Gegen Mittag schlenderte ich dann durch die Innenstadt an der Margarethenkirche und am Rathaus vorbei. Die Ausschilderung mit der Muschel war recht gut. Der Weg führte schnell stadtauswärts: Zuerst auf der Hauptstraße (Eisenacher Straße) und dann durch eine parkähnliche Anlage. Daraufhin stieg das Gelände ziemlich rasch an. Ich lief durch ein Wohngebiet und dann durch eine Kleingartenanlage. Der Weg stieg fast die ganze Zeit an, während ich auch an Wiesen und Feldern vorbeiging. Während einer kurzen Trinkpause auf einer Parkbank konnte ich den Ausblick auf Gotha genießen. 
Das Wetter war schön sonnig und ziemlich windig. Ich komme beim Laufen nähmlich immer ganz schön ins Schwitzen und die natürliche Kühlung empfand ich als sehr angehm.

Als ich an einer ehemaligen Obstplantage vorbei lief und danach in den Wald einbog, verließ ich den Jakobsweg. Hier waren die Wege meist sehr schlecht ausgebaut: Manchmal war der Weg zugewuchert, sehr schmal oder von Wassergräben durchzogen. Irgendwann ging es dann auch wieder bergab und manchmal hatte ich Probleme mit schlammigen Stellen.  Da war ich doppelt froh, dass ich meine Trekkingstöcke dabei hatte. Als ich aus dem unwegsamen Waldstück heraustrat, war ich erleichtert.

Da konnte ich dann auch den "Bürgerturm" sehen. Bei meiner Recherche hatte ich herausgefunden, dass in der Nähe des Pilgerweges dieser Aussichtsturm steht. Nach oben habe ich mich (trotz meiner leichten Höhenangst) auch getraut. Die tolle Aussicht musste ich einfach genießen! Wieder unten machte ich eine kurze Rast, um etwas zu Essen und auch um meine wackeligen Beine (Höhenangst^^) zu beruhigen. Danach ging ich durch den Bürgergarten wieder Richtung Gotha. 
Immer leicht bergab laufend, kam ich durch lichten Wald mit kleinen Wiesen, einem Spielplatz und einem Pavillion vorbei. Besonders interessant fand ich einen Teil des Weges, wo zwei Wege nebeneinander verliefen mit einer Baumreihe dazwischen. So etwas hatte ich auch noch nicht gesehen :-)

Dann ging es wieder nach Gotha hinein. An der Kreuzung Sonneborner und Eisenacher Straße kam ich wieder auf den Weg, den ich gekommen war. 

Als ich gerade über den Markt zu meinem Parkplatz lief, traf ich dann noch eine andere Pilgerin. Sie hieß Ina und fragte mich nach dem Weg zur Herberge. Wir haben uns gut unterhalten und ich habe sie dann kurzerhand zur Pilgerherberge gefahren. Ina war sehr dankbar darüber und die Herberge lag praktischerweise auch fast auf meinem Rückweg. Der kleine Umweg war kaum erwähnenswert. Das Erlebnis halte ich immer noch in guter Erinnerung.
 

Album