Samstag, 16. Juli 2016

4. Wanderung bei Wernershöhe

Während eines Seminar-Wochenendes in der Jugendherberge Wernershöhe hatte ich Zeit für eine Mini-Wanderung (Runde) auf der "Via Scandinavica" ab der Jugendherberge und zurück.
 

Ich hatte Lust auf Wald  

Meine spontane Wanderung - oder eher Spaziergang^^ ging über circa 4km durch den Wald.

Album
Via Scandinavica: Wernershöhe 

Hier noch eine Karte der "Via Scandinavica": 


Donnerstag, 9. Juni 2016

3. Wanderung: Pettstädt nach Freyburg

Das waren rund 12 km der  "Via Regia" (Deutscher Jakobsweg)

Beschreibung

Auf diese Wanderung freute ich mich besonders. Ich liebe ja Wälder und diese Strecke führt ein längeres Stück direkt durch den Wald bei Freyburg.
An diesem Tag hatte ich außerdem das erste Mal Trekkingstöcke dabei. Denn bei den anderen Wanderungen waren mir immer die Finger angeschwollen. Ich war gespannt, ob die Stöcke helfen würden.

Ich reiste mit Bahn und Bus in das kleine Dorf Pettstädt an. Die Haltestelle liegt zentral im Ort, in der Nähe von einer Pension mit Ferienwohnungen, in der auch Pilger einkehren können, wie ich später erfuhr.
Der Muschel aus dem Zentrum folgend, musste ich als erstes einen langgezogenen Hügel erklimmen. Puh! Dabei ging mein Puls ganz schön hoch 😅
Oben angekommen, trat ich auf einen Feldweg, der die meiste Zeit geradeaus an Wiesen und Feldern vorbeiführte. An den Bäumen und Telefonmasten am Wegesrand sah ich öfter die Muschel. Der Weg ging an vielen Stellen an Obstbäumen oder - nicht ganz so schön - an Windrädern vorbei. Die Obstbäume trugen teilweise schon Früchte. Meistens waren es Kirsch- oder Mirabellenbäume. Ich sah aber auch Haselnusssträucher. 
Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt nicht besonders schön. Der Himmel war grau und einige Regenwolken zogen auch vorbei. Eine Weile ging ich im Nieselregen.
Dann erreichte ich den ersten Waldrand mit einem Wegweiser. An der Stelle musste ich noch einmal ein kurzes Stück zurück, weil ich mein Handy irgendwo kurz vorher verloren hatte. Gott sei Dank fand ich es an der Stelle, an der ich es vermutete. Der Weg führte eine Weile am Waldrand entlang. Als ich dort, wo der Weg in den Wald führte, auch einen Rastplatz entdeckte, beschloss ich, dort eine kleine Pause zu machen. Außerdem stand dort ein Schild, das dort einmal die alte Napoleon Eiche stand, die leider 2002 abbrannte.
Nach dieser kleinen lehrreichen Pause, ging ich durch den vor mir liegenden Wald. Dieses Waldstück war eher licht und immer wieder durchbrochen von kleinen Lichtungen und größeren Wiesen. 

Auf dieser Strecke entstand eines der schönsten Fotos, die ich auf meinen Wanderungen bisher gemacht habe. Ein Bild von einer wilden Blumenwiese mit viel Mohn und Gräsern ❤❤❤
Mittlerweile war auch das Wetter besser geworden und ich wollte diesen Ort eigentlich gar nicht mehr verlassen.

Aber ich musste weiter und so schlenderte ich langsam, die Sonne genießend, über dieses schöne Fleckchen Erde. Kurz darauf musste ich eine Bundesstraße überqueren, um dann wieder in ein Waldstück zu gelangen.
Hier entstand auch das Foto, dass ihr als Hintergrund auf mein Blog seht:
Der Wald war aber auch wirklich schön. Ich hörte überall Vögel und sah auch ein paar Eichhörnchen. Nach einer Weile bemerkte ich eine Lichtung auf der rechten Seite. Ich schaute was das wohl sein könnte, und stellte fest, dass mitten im Wald eine kleine Kirche stand. Bzw. keine Kirche, sondern ein paar Bänke und ein Rednerpult mit einem Kreuz im Hintergrund. 
Ein heiliger Ort mitten im Wald! So etwas hatte ich auch noch nicht gesehen. Aber trotzdem erinnerte es mich an meiner Reha 2013, bei der ich mal an einem Sonntag an einem Gottesdienst am See, unter einem großen Baum, teilgenommen hatte.
Ich rastete kurz auf einer der Bänke und genoss die Atmosphäre, die dieser Ort ausstrahlte. Dabei grübelte ich darüber, warum es diesen Ort gab...Also warum hier? Im Wald? Fast im nirgendwo? Ich hatte auf meiner Wanderung bisher nur in Pettstädt und einmal im Wald jemanden gesehen. 
Eine Antwort fand ich eine Weile später, denn nach ein paar hundert Metern endete der Wald. Dort an der Stelle stand ein Wetterhäuschen mit dem Hinweis, dass dies ein Friedwald sei. Das erklärte natürlich alles. Mich faszinierte die Idee, sich hier im Wald bestatten zu lassen. Später erkannte ich, dass dies tatsächlich auch für mich der perfekte Ort für meine letzte Ruhe sein könnte.
Vom Waldrand aus konnte ich schon die Ausläufer von Freyburg erkennen. Die Muschel musste ich ein bisschen suchen. Nach einer Weile kam ich zu einer Kreuzung, an der der Jakobsweg geradeaus verlief, aber nach links zum Schloss Neuenburg. Bei meiner Vorbereitung hatte ich schon damit geliebäugelt, mir das Schloss auszusehen. Es sollte dort sehr schön sein und der Ausblick über das Tal phänomenal. Also verließ ich den Jakobsweg an dieser Stelle und lief zum Schloss. Dort angekommen, gönnte ich mir ein Eis (es war ganz schön warm geworden) und ruhte mich  eine Weile auf einer Bank aus. Außerdem konnte ich hier den ersten Stempel auf meinem Pilgerausweis verbuchen 😁
Ich stand eine Weile an der Brüstung am Schloss und bewunderte die Aussicht, die wirklich grandios war. Man konnte wunderbar weit schauen! Ich trennte mich von der Aussicht und begann den Abstieg hinunter nach Freyburg. Auf einem holprigen Fußweg, teilweise mit Treppen, stieg ich in Serpentinen langsam die ca 200 Höhenmeter hinunter. Mein Knie meldete sich ziemlich schnell und ich war froh, die Trekkingstöcke zum abstützen nutzen zu können!
Unten angekommen, war ich sehr erleichtert! Mein kaputtes Knie tat ziemlich doll weh. Meine Füße so langsam auch. Ich war dankbar, dass ich es nicht mehr allzu weit hatte. Ich kam in den Ort, folgte einer ziemlich verlassenen Straße mit fiesem Kopfsteinpflaster und stand plötzlich wieder auf der Hauptstraße, die durch Freyburg führt. Erleichtert legte ich die restliche Strecke zum Bahnhof zurück.

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Via Regia 3 - Pettstädt nach Freyburg

Donnerstag, 26. Mai 2016

2. Wanderung: Großkayna bis Pettstädt

Das sind  ca. 8,5 km der "Via Regia" (Deutscher Jakobsweg). Meine Freundin Andrea hat mich begleitet.

Beschreibung

Füße ausstrecken
Wetter: ca 21°C, leicht schwül, Sonne

Andrea und ich starteten kurz vor 9 Uhr in Großkayna. Vorher waren wir mit dem Bus bis ins Dorf gefahren. Danach gingen wir Richtung Großkaynaer See, Andersen Ufer uns unser Weg eine Zeitlang entlang führte. Teilweise hatten wir tolle Ausblicke über den See und in die Gegend. Dann gingen wir über befestigte Wege an Wiesen und Feldern vorbei. Oft hatten wir auch Baumreihen am Wegesrand. Nachdem wir die Straße L180 überquert hatten, machten wir eine längere Pause. Ich hatte dieses Mal eine Rettungsdecke mitgenommen, damit wir uns zwischendurch auch mal hinsetzen konnten. Das war während der Rast auf der Wiese an dieser Stelle wirklich praktisch, weil wir keine kalten Hintern bekamen.

Danach liefen wird zwischen Rossbach und Lunstädt entlang und durchquerten dabei ein Wohngebiet. Es ging kurze Zeit bergauf und dann konnten wir schon Pettstädt sehen, ein klitzekleines Dorf, dass sogar eine Pilgerherberge hat, wie ich später herausfand.
Durch das schnelle Tempo, dass ich durch Andrea mitgelaufen bin, aber auch, weil der Großteil der Wege gepflastert oder asphaltiert war, war ich nach der Wanderung sehr geschafft. Es war aber auch recht warm an diesem Tag.
Resümee 
  • Schnelles Wandern bringt mir keinen Genuss. Ich kann es nicht genießen.
  • Bei der Wärme habe ich ganz schön transpiriert. Deshalb werde ich das nächste Mal kleines Handtuch mitnehmen.
  • Die Idee mit der Rettungsdecke war super. Sie kommt jetzt auf die feste Packliste.

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Via Regia: Großkayna - Pettstädt

Mittwoch, 4. Mai 2016

Neuer Rucksack die Erste

Ein neuer Rucksack muss her!

Nach meiner letzten  Wanderung hab ich gemerkt, dass mein Rucksack so langsam kaputt geht. 

Es war ein recht pratischer Funktionsrucksack von Lidl mit Netzteil am Rücken und so circa 25l Fassungsvermögen. Ich hatte ihn ein paar Monate für Uni und Alltag genutzt und nun guckt aber an der einen Ecke leider das Aluminiumgestell heraus und ich habe ihn auch schon an ein paar Stellen nähen müssen. Ich denke, er hat seinen Dienst getan und wird jetzt im Mülleimer landen.

Der nächste Rucksack sollte ein besserer werden. Ich habe die letzten Tage mal ein wenig geschaut und beschlossen, mir einen gebrauchten Markenrucksack zu kaufen. Er sollte so um die 30l haben. Außerdem auch wieder ein Netzteil an Rücken für die Luftzirkulation, weil ich ja beim Laufen gern mal am Rücken schwitze.

Meine Wahl fiel auf einen deuter FUTURA 28, den ich recht günstig und fast neu über ein Kleinanzeigenprotal erwerben konnte.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie gut ich mit ihm klarkomme :-)

Samstag, 30. April 2016

1. Wanderung: Merseburg nach Großkayna

Oh, wie aufgeregt ich war!

Nun hatte ich mich also entschlossen, meine erste Wanderung zu wagen. Es sollte von Merseburg auf der "Via Regia" losgehen. Vorsichtshalber hatte ich genau nachgeschaut, an welchen Stellen es Haltestellen oder Bahnhöfe im Öffentlichen Nahverkehr am Weg oder in der Nähe gab. Ich hatte also mehrere Optionen für mein Ziel: Das waren Beuna (etwas abseits), Frankleben oder Großkayna.
Überraschenderweise habe ich bei meiner ersten Wanderung tatsächlich die längste ausgesuchte Strecke bis nach Großkayna mit circa 12km geschafft!

Und das, obwohl ich auf circa der halben Strecke umgeknickt bin und eine kleinere - äh, größere^^ - Zwangspause einlegen musste: AUTSCH!

Beschreibung

Tag: Samstag, den 30.4 2016
Wetter: 9-14°C,trocken und sonnig
Weg am Gotthardteich
Ich startete gegen 11 Uhr in Merseburg am Bahnhof. Nach leichten Orientierungsproblemen ging ich Richtung Süden und erreichte schnell den Park am hinteren Gotthardteich. Ich überquerte eine Holzbrücke und folgte den Weg am Teich entlang - durch den Halbschatten der Bäume; dann weiter an der Geisel (Bach) entlang. Neben Schwänen und Enten sah und hörte ich viele Vögel. Nach einer Weile gabelt sich der Weg kurz nach einer kleinen Brücke über die Geisel, die hinüber zu einem Spielplatz führte. 

Dort fand ich endlich das erste Zeichen der hiesigen "Via Regia" an einem Baum: die gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund und vor zwei gekreuzten Stäben. Nun konnte ich endlich "der Muschel folgen"...


Die erste Muschel!





Mich nach links wendend, erreichte ich die Überquerung der B91 (Ampel) und betrat den Südpark. Hier war der Weg sehr gut ausgeschildert. Ich lief an Wildtiergehegen, Vogelvolieren und Schafweiden vorbei. Hier traf ich auch noch einige Leute, die den schönen Frühlingstag im Park verbrachten, besonders viele Familien. Die Wiesen waren voller Blumen 🌼  


Im Südpark
Am Ende des Südpark musste ich auf meine Karte schauen, da die Ausschilderung fehlte. Ich bog rechts ab - eine kleine Böschung hinunter und über eine kleine Brücke. Dahinter fand ich wieder eine Muschel, die mich nach links auf einen Pfad entlang des Klyegrabens verwies. Nach ein wenig Unsicherheit, wo es dann nun weitergeht, folgte ich dem Pfad in südwestlicher Richtung. An einer Abzweigung fand ich auch die Muschel, war mir aber zuerst nicht sicher welche Richtung sie wies. Ich bog rechts ab und stellte eine Weile später fest, dass ich richtig lag! Der Pfad führte kurz auf die Rudolf-Bahro-Straße und zweigte dann wieder links in den Wald ab. 
Langsam folgte ich dem Pfad, der mir diese letzte Muschel gewiesen hatte, lief durch lichter werdenden Wald und kam auf schmalem Pfad zu einer schönen Lichtung. Gegen 12:30 Uhr machte ich dort eine Mittagspause. Währenddessen beobachtete ich Insekten und lauschte den Vögeln. Es war so schön warm und sonnig, dass ich vorsichtshalber Sonnenschutz auftrug. 
Kurze Zeit später überquerte ich die Landstraße, die nach Zscherben verläuft. Die Muschel wies mir den Weg zu einem gut ausgebauten Feldweg. Neben ein paar Radfahrern traf ich auch auf zwei Traktoren. Dieses Stück war vier belebter, als die Wege am Klyegraben, wo ich niemandem begegnete. Der Straße nach Südwesten folgend, sah ich ein paar große Bäume in voller Blüte und genoss den Weitblick ringsum auf die Dörfer. 
Nachdem ich an einem landwirtschaftlichen Betrieb vorbei gelaufen war, folgte ich dem Weg weiter über eine Kreuzung. Auf der linken Seite entdeckte ich einige Pferde. 
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Autsch!
Nachdem ich dort ein bisschen am Koppelzaun geschaut hatte und weiterlaufen wollte, passierte es: Ich knickte mit meinen rechten Fuß an der Böschung um! Es folgte eine Zwangspause am Feldrand. Gut, dass ich Mobilat dabei hatte! Nachdem ich mir dann doch eine Schmerztablette gegönnt hatte, ging es weiter. 
Ich entschloss mich dazu, erst einmal bis Frankleben zu laufen, wo es einen Bahnhof und Bushaltestellen gibt. Und dann dort zu entscheiden, ob ich noch weiter gehe oder nicht. Ich überquerte die Autobahn A38 und bog danach links nach Reipisch ein: ein kleines Dorf mit ganz vielen Hühnern, Gänsen und so weiter. Auch ein paar Ponys habe ich gesehen. Was mich aber an diesen Örtchen besonders überraschte, war, dass ich von einem Mann angesprochen wurde. Er fragte mich ob ich auf dem Pilgerweg sei und bot mir eine Rast und etwas zu trinken an. Ich müsste nur im Gemeindehaus vorbeischauen, sagte er. Ich fand das wirklich lieb, lehnte aber dankend ab, weil ich ja erst kurz vorher gerastet hatte. 
Später fragte ich mich, ob es so offensichtlich war, dass ich als Pilger unterwegs war. 
In der Gartenanlage bei Frankleben
Nachdem ich im Ort rechts herum Richtung Frankleben abbog, und einen kurzen Feldweg folgte, führte mich die Muschel links in eine Kleingartensparte. Der Weg führte mich wieder zurück zur Geisel, die dann links von mir lag. Am Ende der Kleingärten traf ich auf eine kleine Gruppe Reiter, mit denen ich ein kleines Stückchen lief. Immer gerade aus dem Pfad folgend, hatte ich ein wenig Probleme, eine Muschel zu finden. 
Und dann fand ich mich unverhofft auf einem Reiterhof wieder. Ein wenig verwirrt, suchte ich direkt den Ausgang und als ich durch das Tor trat, sah ich auch auf der anderen Straßenseite wieder einen Wegweiser. 
Im Ort war einiges los! Dank des guten Wetters und der Eisdiele schien halb Frankleben auf den Beinen zu sein! Ich machte dort auch eine kleine Rast und gönnte mir zwei Kugeln Eis, die sehr lecker waren. Dabei entlastete ich meinen Fuß ein bisschen. Er machte mir doch weniger Probleme, als ich dachte und ich beschloss deshalb, das letzte Stück bis Großkayna zu laufen. 
Von dort aus waren es nur etwas mehr als 3 km, von meinem Unfallort waren es jedoch schon 5,5 km. 
Auf dem folgenden Weg von Frankleben nach Großkayna überquerte ich eine Eisenbahnbrücke, von der ich einen tollen Ausblick auf den Runstedter See hatte. An der Landstraße L178 bog ich nach der Ampel rechts ab und folgte dem Weg in der Nähe des Sees entlang. Kurz vor Großkayna verließ ich den Jakobsweg und lief bis zur Haltestelle, von wo aus ich mich mit dem Bus auf den Heimweg machte. Es war so circa 16:30 Uhr. 
Zu Hause angekommen, war ich sehr geschafft, aber stolz auf die gelaufenen 12 Kilometer. Ich bin komplett in Kompression gelaufen, was wohl auch gut war!
Resümee meiner ersten Tour
Ich muss meine Packliste noch ein bisschen ausbauen. Das nächste Mal werde ich eine Elastikbinde mitnehmen, falls ich noch mal umknicke. Außerdem eine kleine Tüte für Müll und Blasenpflaster.
Was mich überraschte war, dass die 12 km für mich absolut machbar waren. Ich habe sehr die Stille und die Menschenleere genossen, während ich auf dem Weg war.


Album



Via Regia: Merseburg - Großkayna

Montag, 11. April 2016

Wie alles begann ...

Vor vier bis fünf Jahren keimte in mir zum ersten Mal der Wunsch auf, den Jakobsweg zu gehen, doch eigentlich muss ich noch viel mehr in die Vergangenheit schauen...

2010 - ein schlimmes Jahr für mich. Nach einem schweren Skiunfall im März, musste ich zwei Operationen an meinem linken Knie und eine Menge Physiotherapie über mich ergehen lassen. Ich war über fünf Monate auf Krücken unterwegs und lange auf Hilfe angewiesen. Zudem erfuhr ich, dass ich an der schmerzhaften Fettverteilungsstörung Lipödem leide. Diese Diagnose erklärte einiges, aber vor allem machte sie mir Angst!

Hinzu kam, dass meine damalige Beziehung unter der ganzen Situation litt. Ich war sehr unglücklich und depressiv - wie mein Freund übrigens auch. Obwohl ich ihn noch sehr liebte, beschloss ich im Juni 2010 dem Ganzen ein Ende zu setzen. Nach einem langen und tränenreichen Gespräch trennen wir uns "einvernehmlich".
Durch einen Zufall bekam mein Leben 2011 wieder einen Aufschwung: jemand aus meinem Freundeskreis schenkte mir ein paar CDs von Robert Betz (Seminarleiter, Coach, Psychologe). Mit diesen CDs, und später auch einem Buch, konnte ich meinen Liebeskummer in den Griff bekommen. Mein Interesse an spirituellen Themen war geweckt. In diesem Zusammenhang stieß ich auch auf den Jakobsweg, der für mich immer die Bedeutung einer sehr persönlichen Reise haben wird: nicht nur einfach eine "Wanderung" nach Santiago de Compostela zum Grab des Jakobus, sondern auch eine zutiefst persönliche, innere Reise und Selbsterfahrung an deren Ende... Ja. Was steht eigentlich an diesem Ende?

Das frage ich mich nun seit vielen Jahren und das ist auch einer der Gründe, warum ich diesen Weg gehen will.
Ich möchte es herausfinden. Ich möchte es selbst erfahren. Und ich möchte mich selbst besser kennenlernen.
Bisher haben mich meine ganzen gesundheitlichen Probleme davon abgehalten, mir diesen Traum zu erfüllen. Doch wie es weiter geht, könnt ihr hier in meinem Blog lesen :-)